Serbien ermittelt gegen Telekom-Verkauf

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In Belgrad sind am Freitag Ermittlungen in der Affäre rund um den Verkauf der serbischen Telekom im Jahr 1997 eingeleitet worden. Diese war damals vom Regime Milosevic an zwei ausländische Firmen veräussert worden. Das Geschäft soll Dank beträchtlicher Schmiergelder an ausländische Vermittler zustande gekommen sein. Serbiens Justizminister Vladan Batic mutmasste, dass es sich bei diesem grössten Geschäftserfolg von Milosevic wohl um den grössten Betrug des 20. Jahrhunderts in Serbien handelt. Die serbische Telekom war für rund 750 Millionen Euro an die italienische Firma Stet (29 Prozent Aktienanteil) und die griechische Firma OTE (20 Prozent der Aktien) verkauft worden. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, weil beim Justizministerium Strafanzeige eingereicht worden ist. Gegen wen ermittelt wird, wurde allerdings nicht mitgeteilt. Justizminister Batic erklärte dafür, dass auch Banken aus Italien, Grossbritannien, Griechenland, Deutschland und Zypern an dem Geschäft beteiligt gewesen seien. Deshalb habe er auch Rechtshilfe von den Justizministerien der betroffenen Staaten beantragt. Eine italienische Parlamentskommission untersucht schon seit längerer Zeit die serbische Telekom-Affäre. Die serbische Regierung hat im Dezember 2002 beschlossen, den Anteil des italienischen Geschäftspartners zum Preis von 195 Millionen Euro zurückzukaufen. Unterdessen ist die serbische Post wieder in Besitz von 80 Prozent der Telekom-Aktien.