SMS-Viren: Fehlalarm

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Am Dienstag wurden in verschiedenen deutschen Medien die Nachricht verbreitet, dass der erste Handy-Virus aufgetaucht sei. Experten geben nun aber Entwarnung. Laut einem Bericht von Heise Online sind die beobachteten Störungen auf Hacker-Spielchen zurückzuführen und haben kein Zerstörungspotential. Zudem könne man nicht von einem Handy-Virus sprechen, da sich die Nachrichten nicht selber fortpflanzen können. Solche Attacken können beispielsweise auf dem Empfängerhandy bestimmte Symbole im Display dauerhaft einschalten oder ein bestimmtes Handymodell gezielt zum Absturz bringen. In ersten Fall führt eine Stör-SMS dazu, dass das Handy irrtümlich meldet, es seien neue Nachrichten auf der Voice-Mailbox eingetroffen. Zusätzlich werden die Message Waiting Indikatoren eingeschaltet, und diese bleiben dann auch nach Überprüfung der Voice-Mailbox im Display eingeblendet. Abhilfe kann man sich mittels einer anderen SIM-Karte verschaffen, die man sich etwa von einem Kollegen ausleihen kann. Schaltet man das eigene Handy mit der fremden SIM-Karte ein, wird die Anzeige in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. In einem anderen Fall machen sich die Angreifer einen Firmware-Fehler des Nokia-Modells 7110 zunutze. SMS-Nachrichten bestimmten Inhalts führen dazu, dass das Gerät einfriert. Die SMS erzeugt einen sogenannten Buffer Overflow, der das Gerät zum Absturz bringt. Abhilfe verschafft in diesem Fall ein einfacher Druck auf den Auslöseknopf des Akkus – schaltet man das Handy danach ein, reagiert es wieder normal.