Sophos-Jahresbilanz: Trojaner nahmen drastisch zu

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Der Virenspezialist Sophos hat eine Jahresbilanz für 2005 gezogen. Mit einem Anteil von 16,7 Prozent am gesamten Viren-Aufkommen liegt der seit rund einem Jahr aktive Zafi-Wurm auf dem ersten Platz. Damit verdrängt er Netsky-P, der 2004 an der Spitze lag. Auf dem dritten Platz liegt die jüngste Variante der Sober-Familie Sober-Z. Diese verbreitet sich seit November und warnt Empfänger davor, dass sie illegal Musik heruntergeladen hätten.
Insgesamt registrierte Sophos 15'907 neue Schadprogramme und damit 5'183 Schädlinge mehr als im vergangenen Jahr. Durchschnittlich war jede 44. aller im Jahr 2005 versendeten E-Mails weltweit mit einem Schadcode infiziert, während grösserer Viren-Ausbrüche sogar jede zwölfte E-Mail. Vor allem die Zahl an Trojanern, die darauf abzielen, geheime Daten der PC-Anwender auszuspionieren oder die infizierten Rechner für den Versand von Spam-Mails zu missbrauchen, stieg in diesem Jahr drastisch an. So stieg der Anteil an Schadsoftware, die Spyware-Komponenten enthält, von 54,2 Prozent im Januar 2005 auf 66,4 Prozent zum Ende dieses Jahres. Diese Entwicklung bestätigt die Vermutung, dass die Viren-Programmierer mittlerweile mehr auf gezielte Attacken setzen, als auf breit gestreute Angriffe, so Sophos in seiner Jahresbilanz.