Spamhaus zu elf Millionen US-Dollar Schadenersatz verurteilt

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Ein US-Gericht hat das britische Anti-Spam-Projekt Spamhaus.org zu einer Schadenersatzzahlung von elf Millionen US-Dollar verurteilt. Kläger war David Linhardt, Chef des Unternehmens E-360-Insight, das massenhaft Werbemails versendet. Spamhaus stufte E-360 als Profi-Spamer ein und blockierte für seine Mitglieder die IP-Adresse.
Die Briten nehmen das Urteil gelassen hin. Man wolle es ohnehin ignorieren, da ein in den USA erwirktes Urteil in Grossbritannien keine Gültigkeit habe, teilte ein Spamhaus-Sprecher mit. Linhardt werde weiterhin als Spammer eingestuft und bleibe deshalb auf der Blocklist. Wolle er erneut Klage erheben, müsse er das in Grossbritannien tun.
Spamhaus ist ein Projekt, das durch ein weltweites Netz von Spamjägern die Verbreitung von unerwünschten Werbemails verhindern will. Dabei wird eine Liste von Unternehmen oder Personen angelegt, die mutmasslich Spam versenden. Diese IP-Adressen werden darauf geblockt und E-Mail-User, die ihren Posteingang durch Spamhaus filtern lassen, erhalten von diesen IP-Adressen keine Mails mehr.