Spione hören Mobilbox via VoIP ab
Mit VoIP-Telefonie können neugierige Menschen gespeicherte Handy-Nachrichten abhören. Da einige VoIP-Anbieter es ermöglichen, die Angabe, von welcher Nummer der Anruf ausgeht nach Belieben zu verändern, kann dem Gesprächspartner vorgetäuscht werden, das Gespräch komme von einem anderen Anschluss, berichtet der Spiegel. Durch diesen Trick sei es zum Beispiel möglich, einer Mailbox vorzugaukeln, der Handy-Besitzer rufe selbst von seinem eigenen Mobiltelefon an - in der Regel wird damit bislang auch der Zugang auf den Anrufbeantworter im Netz frei gegeben.
Ist der Spion erst einmal in der Mailbox, kann er nicht nur sämtliche gespeicherten Mitteilungen abhören, sondern auch die Nachrichten löschen, die Einstellungen der Mailbox ändern und sogar auf Kosten des Opfers telefonieren - zumindest zu allen Personen, die auf dem Anrufbeantworter um Rückruf gebeten haben. Das Leck könnte laut Spiegel nicht nur erklären, warum sich Kunden über Gebühren für Gespräche beschweren, die sie nie geführt haben. Es könnte auch dafür verantwortlich sein, dass manche Bürger ins Netz der staatlichen Telefonüberwachung geraten, obwohl sie nie mit Kriminellen zu tun hatten.
Die Schweizer Mobilprovider haben den Spiegel-Artikel zur Kenntnis genommen. „Wir sind daran, die Situation abzuklären“, erklärt Carsten Roetz, Pressesprecher bei Swisscom Mobile. Bisher seien ihm jedoch keine Fälle von Missbrauch bekannt. „Bei solch einem Übergriff handelt es sich jedoch ganz klar um eine strafbare Handlung und nicht um ein Kavaliersdelikt“, so sein Kommentar.
sunrise will entsprechende Massnahmen treffen. „Unsere Kundinnen und Kunden werden in naher Zukunft ihre Mailbox-PIN eingeben müssen, wenn sie ihre Mailbox von einem anderen Netz als dem sunrise-Mobilnetz aus abfragen möchten“, erklärt Muriel Mathis, Pressesprecherin bei sunrise. Die Lösung soll bis März oder April 2006 eingeführt werden. sunrise ist ebenfalls nicht bekannt, dass es in der Schweiz zu entsprechenden Vorkommnissen gekommen wäre.
Ist der Spion erst einmal in der Mailbox, kann er nicht nur sämtliche gespeicherten Mitteilungen abhören, sondern auch die Nachrichten löschen, die Einstellungen der Mailbox ändern und sogar auf Kosten des Opfers telefonieren - zumindest zu allen Personen, die auf dem Anrufbeantworter um Rückruf gebeten haben. Das Leck könnte laut Spiegel nicht nur erklären, warum sich Kunden über Gebühren für Gespräche beschweren, die sie nie geführt haben. Es könnte auch dafür verantwortlich sein, dass manche Bürger ins Netz der staatlichen Telefonüberwachung geraten, obwohl sie nie mit Kriminellen zu tun hatten.
Die Schweizer Mobilprovider haben den Spiegel-Artikel zur Kenntnis genommen. „Wir sind daran, die Situation abzuklären“, erklärt Carsten Roetz, Pressesprecher bei Swisscom Mobile. Bisher seien ihm jedoch keine Fälle von Missbrauch bekannt. „Bei solch einem Übergriff handelt es sich jedoch ganz klar um eine strafbare Handlung und nicht um ein Kavaliersdelikt“, so sein Kommentar.
sunrise will entsprechende Massnahmen treffen. „Unsere Kundinnen und Kunden werden in naher Zukunft ihre Mailbox-PIN eingeben müssen, wenn sie ihre Mailbox von einem anderen Netz als dem sunrise-Mobilnetz aus abfragen möchten“, erklärt Muriel Mathis, Pressesprecherin bei sunrise. Die Lösung soll bis März oder April 2006 eingeführt werden. sunrise ist ebenfalls nicht bekannt, dass es in der Schweiz zu entsprechenden Vorkommnissen gekommen wäre.
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