Swisscontent droht Massenentlassung

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Wie der KleinReport meldete, kommt es bei Swisscontent eventuell zu einer Massenentlassung. Dem KleinReport wurde ein internes Mail zugestellt, das Swisscontent-CEO Fredy Hämmerli seinen Mitarbeitern hatte zukommen lassen. Sofern wir keine andere Lösung finden, muss mit circa 14 Entlassungen (von heute insgesamt 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) gerechnet werden, schreibt Hämmerli darin. Wie Paul Riesen, Sprecher der Swisscontent-Mutter Goldbach Media, gegenüber dem Netzticker erklärt, hat Swisscontent Aufträge verloren, die als sicher galten, oder sie wurden stark reduziert. Dadurch sind Überkapazitäten entstanden, die wir möglichst schnell abbauen müssen, sagt Riesen weiter. Allerdings bestehen gute Chancen, dass ein neuer Auftrag die finanzielle Lage in den nächsten Monaten entspannt. Das Mail an die Mitarbeiter ist eine Vorsichtsmassnahme und die Entlassungen wären eine Notlösung, betont Riesen. Bei Massenentlassungen ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Mitarbeiter in einem sogenannten Konsultationsverfahren im Sinne des Mitbestimmungsgesetzes mitreden können. Swisscontent, das schon mehrmals durch die Gewerkschaften kritisiert wurde, handelt darum vorsichtig: In seinem Mail ruft Hämmerli die Mitarbeiter auf, bis morgen Dienstagmittag Vorschläge zu unterbreiten, wie die Budgetsituation verbessert werden kann. Möglich seien etwa freiwilliges Freelancing oder Sparmassnahmen bei der bisherigen Dreispurigkeit der Büros in Zürich, Kehrsatz und Moneycab, meint Riesen. Falls es zu Entlassungen kommen sollte, würden diese noch im Oktober ausgesprochen werden, erklärte Hämmerli gegenüber KleinReport. Laut E-Mail an die Mitarbeiter handelt es sich bei den gestrichenen oder gekürzten Aufträgen um jene von Yellowpost (1 Million Franken) und von Redsafe (610000 Franken), den französischen und italienischen Dienst von Tiscali (180000 Franken) und den Newsletter von Intercycle/Scott (90000 Franken).