T-Online: Paid Content sorgt für gute Zahlen
Der deutsche Internet Provider T-Online will in Zukunft hauptsächlich mit bezahlten Web-Inhalten statt mit Zugangsgebühren Geld verdienen. Dies sagte Thomas Holtrop, Chef der Telekom-Tochter T-Online, in einem Interview in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
In zwei bis drei Jahren rechnet er mit einem signifikanten Ertragsstrom aus kostenpflichtigen Angeboten. Allerdings bezahle der Kunde nicht für Angebote, die er anderweitig kostenlos beziehen könne: Für Nachrichten werden Sie nie Geld verlangen können. Sie müssen Produkte haben, die bei Ihnen unique sind, sagte er. Er will aber nicht wie andere der Devise Sex sells folgen. Es gebe auch andere Bereiche, in denen jetzt schon kostenpflichtige Inhalte von den Nutzern akzeptiert würden: Unter den momentan 3000 Angeboten, für die T-Online- Kunden extra Gebühren zahlen müssen, sei ein Diätcoach der absolute Renner. Gut angenommen werde auch Gute Zeiten, schlechte Zeiten, gegen Gebühr ist die neuste Folge der Soap sechs Stunden früher als im Fernseher zu sehen.
Holtrop erwartet, dieses Jahr die Gewinnprognosen von einem Gewinn (vor Steuern und Abschreibungen) von 30 bis 40 Millionen Euro übertreffen zu können. T-Online will am 13. November seine Zahlen zum dritten Quartal vorstellen.
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