Telekom Austria macht's besser

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Telekom Austria verbesserte im ersten Halbjahr dieses Jahres seinen Umsatz um 15,9 Prozent auf 414,1 Millionen Euro. Der Gewinn kletterte um 53,2 Prozent auf 285 Millionen Euro. Die Österreicher haben aufgrund der guten Ertragslage die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben.
Allerdings schrumpfte auch bei Telekom Austria – wie bei den anderen Branchenriesen wie France Telecom, der Deutschen Telekom oder Swisscom – das Festnetzgeschäft.
Grund für die guten Zahlen des österreichischen Ex-Monopolisten ist sein Engagement in Osteuropa. Die deutsche Wirtschaftswoche zitiert die Ansicht von UBS-Analysten, dass "die Stärke im internationalen Geschäft einige Schwächen in Österreich kompensiert". Telekom Austria ist in Tschechien, Kroatien, Slowenien und Bulgarien im Mobiltelefonie-Markt aktiv. Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic erklärte vor der Presse denn auch, weiter in Osteuropa expandieren zu wollen.
Der Gewinn von Telekom Austria dürfte Swisscom-CEO Carsten Schloter in seiner Absicht bestärken, in Osteuropa einen Breitbandanbieter zu kaufen.
Nicht zuletzt wegen des Potenzials des osteuropäischen Marktes stand Ex-Swisscom-Chef Jens Alder vor zwei Jahren kurz vor einer Fusion mit Telekom Austria. Der Deal scheiterte aber am politischen Widerstand in Österreich.