Telekommarkt: Der Staat zieht sich zurück, die Städte steigen ein

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von fgr@netzwoche.ch
In der Schweiz schiessen öffentliche Stadt-WLANs aus dem Boden. Meist sind es dabei die Städte, die über ihre Energieversorger als Geldgeber agieren. Aus Sicht der Städte hat der Einstieg ihrer Werke in die Telekommunikation durchaus Sinn: Die Glasfasernetze und Rohre im Boden bestehen bereits. Zudem begründet man bei den Werken den Einstieg in den Telekommarkt unter anderem mit dem Mangel an leistungsfähiger Glasfaserinfrastruktur. "Anders als etwa Zürich oder Genf profitiert Basel bisher kaum von der Liberalisierung des Telekommarktes, ausser Swisscom und Cablecom engagieren sich hier kaum Telekomunternehmen beim Aufbau neuer Infrastrukturen", erklärt etwa Iwan Nussbaumer, Leiter Telekom bei den Industriellen Werken Basel. Das gleiche Argument hört man auch aus Zürich, obwohl hier neben Swisscom und Cablecom auch Colt, Sunrise und andere erhebliche Investitionen in den Ausbau ihrer Glasfasernetze tätigen. Die privaten Betreiber von Glasfaserinfrastrukturen sind über die zunehmende Aktivität der Städte im Telekommarkt wenig erfreut. Swisscom-Sprecher Sepp Huber etwa lässt Nussbaumers Argument nicht gelten: "Swisscom baut in den Ballungszentren derzeit ihr VDSL-Netz massiv aus, das Bandbreiten bis zu 30 MBit/s in die Haushalte ermöglicht. Zu diesem Zweck werden, auch in Zürich, zusätzliche Glasfasern verlegt. Es stellt sich also die Frage, ob die Investitionen der Städte sinnvoll sind in einem Bereich, wo der Wettbewerb unter privaten Anbietern spielt, während die Mittel in anderen öffentlichen Bereichen knapp sind." Mehr dazu lesen Sie in der Netzwoche 3 von heute Mittwoch.