Terroristen tricksen Carnivore aus

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Terroristen verstecken ihre Botschaften in IP-Headern, meldet Heise online unter Berufung auf Umberto Rapetto, Oberstleutnant der italienischen Zollfahndung und Mitglied der Gruppo Anticrimine Tecnologico. Die Kopfzeilen von Mails sind grundsätzlich nicht für den menschlichen Informationsaustausch vorgesehen. Sie enthalten Verwaltungs- und Steuerungsinformationen wie Adress- und Kennungsangaben und stellen sicher, dass die in einzelne Bündel aufgeteilten Daten ihren Weg vom Ursprungs- zum Zielrechner finden. Gemäss Rapetto kodieren die Terroristen aber beispielsweise die 16 Bit umfassenden Identifikationsfelder der Header derart, dass der eingeweihte Empfänger jeweils einen einzelnen Buchstaben daraus entschlüsseln kann. Jede dieser Nummern liesse sich einem ASCII-Zeichen gleichsetzen. Aus einer Serie solcher Codes kann dann eine versteckte Botschaft entschlüsselt werden. Der Header ist ein Umschlag für viele Informationen, wird Rapetto zitiert. Seinen Erkenntnissen zufolge nutzen Terrorgruppen diese Kommunikationsform intensiv. Ihnen steht damit eine Möglichkeit zur Verfügung, die Kontrolle über das Netz zu unterlaufen. Denn Schnüffel-Tools wie Carnivore würden bei der Analyse der Nutzungsdaten nichts von den versteckten Botschaften mitkriegen. In der Schweizer Sonntagspresse wurde unabhängig von dieser Meldung zudem die Geschichte aufgewärmt, dass Terroristen, darunter auch Al-Qaida-Mitglieder, mit Schweizer Prepaid-Karten anonym kommuniziert haben sollen. Die Stimmungsmache für eine zukünftige Überprüfung von Prepaid-Usern dient in erster Linie Justizministerin Metzler, die im Verlauf dieser Woche im Nationalrat eine Registrierungspflicht für Prepaid-Karten durchsetzen will.