Ticketcorner bleibt in Schweizer Händen

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Ticketcorner bleibt ein Schweizer Unternehmen: Die Kudelski-Gruppe verkauft die Aktienmehrheit ihrer Tochter an ein Konsortium der Private-Equity-Gesellschaft Capvis, dem Ticketcorner-Management und dem Phonak-Gründer Andy Rihs angehören. Capvis übernimmt mit 52 Prozent die Ticketcorner-Aktienmehrheit. Die Kudelski-Gruppe realisiert aus dem Verkauf der Mehrheit einen Erlös von 84 Millionen Franken, bleibt aber mit 28 Prozent an Ticketcorner beteiligt. Dieses Engagement solle aufzeigen, dass Kudelski die Absicht habe, auch langfristig mit dem Ticketing-Unternehmen zu kooperieren, teilt die Gruppe mit. Die Geschäftsleitung von Ticketcorner unter Vorsitz von CEO George Egloff und COO Philipp Gihr übernimmt eine zehnprozentige Beteiligung wie auch der Phonak-Gründer Andy Rihs. Somit bleibt Ticketcorner veranstalterunabhängig
Seit Kudelski angekündigt hatte, Ticketcorner zu verkaufen, brodelte die Gerüchteküche. Nachdem die Schweizerische Post Kaufgerüchte dementierte, wurde zuletzt die börsenkotierte CTS Eventim aus Deutschland als wahrscheinlichster Käufer gehandelt.
Ticketcorner wurde 1987 gegründet und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, davon 35 in Deutschland und Österreich. Bis Ende 2005 rechnet das Unternehmen mit dem Verkauf von rund 12 Millionen Tickets und einem Umsatz von 35 Millionen Franken.