Umsatz der Musikbranche steigt trotz Filesharing
Der Internationale Verband der Musikindustrie (IFPI) legte gestern seinen Jahresbericht für 2008 vor. Dem Bericht zufolge wuchs der Markt für digitale Musik-Downloads rasant. Gleichzeitig fordert der Verband aber auch eine härtere Gangart gegen illegale Downloads.
IFPI-Vorsitzender John Kennedy eröffnete den Bericht in seinem Vorwort mit der Aussage: „Die Musikindustrie erlebt eine unglaubliche Revolution.“ Denn im letzten Jahr betrugen die Einnahmen aus dem Download-Geschäft weltweit 2,9 Milliarden US-Dollar, was einer Zunahme von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch vor vier Jahren war der Anteil praktisch bei Null.
Trotzdem kämpfe die Musikindustrie weiterhin mit dem Problem der illegalen Downloads, so Kennedy weiter. Auf jeden legal heruntergeladenen Musiktitel kämen 20 illegale Kopien, so Kennedy. Dabei scheint der IFPI davon auszugehen, dass jeder illegale Download anderweitig zu einem legalen Download führen würde, beziehungsweise alle legalen Downloads oder CD-Verkäufe nicht auf ein vorheriges illegales Probehören zurückzuführen sind. Ausserdem ist fraglich, inwieweit es mit bestehenden Gesetzen in Einklang zu bringen ist, die Provider zu polizeilichen Aufgaben heranzuziehen. Vor einer Woche hatte in der Schweiz der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖP) einer Schweizer Firma vorgeworfen, dass ihre Art der Datenbearbeitung zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen in Peer-to-Peer-Netzwerken gegen die Grundsätze des Datenschutzes verstosse. Im Auftrag der Medienindustrie beschafft sich die Firma mit ihrer Software File Sharing Monitor heimlich die IP-Adressen von Computern, über die in Peer-to-Peer-Netzwerken urheberrechtlich geschützte Inhalte zum Download angeboten werden, und übermittelt diese an die Rechteinhaber im In- und Ausland. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Download solcher Inhalte zum Privatgebrauch in der Schweiz nicht illegal ist. Lediglich der Upload ist verboten.
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