OpenAI schraubt am Preis für ChatGPT Enterprise
Lange Zeit hat OpenAI die für grosse Unternehmen angebotene ChatGPT-Version zu einem festen Abopreis angeboten. Jetzt passt das Unternehmen dieses Modell offenbar an. Die Rede ist von Rabatten und einem Credits-System.
OpenAI überarbeitet offenbar das Tarifmodell von ChatGPT Enterprise. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach bot OpenAI die ChatGPT-Version für grosse Unternehmenskunden lange Zeit zu einem festen Preis an.
Laut den nicht namentlich genannten Quellen führt der KI-Gigant neu ein Credits-System ein. Mit ihren Credits sollen Kunden erweiterte Funktionen oder neue Features freischalten können. Der künftige Preis von ChatGPT Enterprise werde variieren, je nachdem, wie viele Credits Kunden tatsächlich erwerben.
Das "Wall Street Journal" verweist zudem auf einen Artikel von "The Information". Demnach habe OpenAI unlängst angefangen, Firmen Vergünstigungen von zwischen 14 und 20 Prozent auf ChatGPT-Enterprise-Abos anzubieten. Wie hoch der Rabatt jeweils ausfällt, hängst laut dem Bericht unter anderem davon ab, ob die Kunden auch andere kostenpflichtige OpenAI-Services nutzen (etwa den API-Zugang oder den Deep-Research-Agenten) und für wie viele Jahre sie den Servicevertrag mit OpenAI abschliessen.
Seitens OpenAI gibt es keine öffentliche Stellungnahme zu diesen Berichten. Das Unternehmen gab die Preise für ChatGPT Enterprise noch nie öffentlich bekannt. Und auch jetzt heisst es auf der entsprechenden Produktseite nur, interessierte Kunden mögen sich mit der Vertriebsabteilung in Verbindung setzen.
Übrigens verriet OpenAI-CEO Sam Altman unlängst, dass eine Anfrage bei ChatGPT im Durchschnitt 0,34 Wattstunden Energie verbraucht. Ein EPFL-Forscher stimmt dem zu, solange es um einfache KI-Chats geht. Mit KI-Agenten dürfte sich die Lage allerdings drastisch verändern, wie Sie hier lesen können.
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