US-Gericht zwingt Google zur Herausgabe von Daten

Uhr | Aktualisiert
Im Rechtsstreit zwischen dem US-Justizministerium und Google hat gestern nach einer ersten Anhörung Richter James Ware vom US-Bezirksgericht in San Jose angedeutet, dass das Gericht Google zwingen will, einen Teil seiner Daten an die US-Regierung auszuliefern. Allerdings nur, wenn das Justizministerium seine ursprüngliche Forderung nach mehreren Millionen Daten drastisch reduziert. Das Ministerium begnügte sich darauf auf eine Zufallsstichprobe einer beliebigen Woche von 50'000 Web-Adressen und 5000 Suchbegriffen.
Das Vorgehen des Justizdepartements ist Teil des Child Online Protection Act von 1998. Dieses Gesetz will Internetseiten mit Inhalten, die die Regierung als "schädigend für Minderjährige" einstuft, verbieten.
Yahoo, MSN (Microsoft) und AOL (Time Warner) haben bereits Daten geliefert. Google hat sich geweigert, mit der Begründung, dass damit auch Firmengeheimnisse preisgegeben würden.