US-Provider wehrt sich gegen Musikindustrie

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Der amerikanische Provider Verizon Communications will den Namen eines Internet-Nutzers, der illegale Musikkopien getausch haben soll, trotz Gerichtsurteil nicht nennen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hatte mit einer Klage gegen Verizon erstmals einen Passus des berüchtigten Digital Millennium Copyright Act durchgesetzt, nach dem die Identität des Benutzers eines Peer-to-peer Online-Tauschverfahrens vom Provider im Schnellverfahren per Gerichtsbeschluss bekannt gegeben werden muss. Verizon legt nun gegen dieses Urteil Berufung ein und will überprüfen lassen, ob es nicht gegen die amerikanische Verfassung verstösst. Verizon weigert sich, den Namen des Users zu nennen, bis das Berufungsgericht entschieden hat. An einer Pressekonferenz riefen Verizon-CEO John Thorne, der Chief Counselor for Privacy des U.S. Office of Management and Budget und ein Vertreter drer Consumer Federation of America den US-Kongress dazu auf, den Digital Millennium Copyright Act zu überarbeiten und der Art anzupassen, wie das Internet heute genutzt wird. Peer-to-Peer-User seien heute nicht mehr hauptächlich Studenten, ein Drittel von ihnen sei über 35 Jahre, meinten sie.