USA: Diebolds E-Voting-System unter Anklage
Das E-Voting-System von Diebold Inc., das auch anlässlich der kommenden US-Präsidentschaftswahlen im November zum Einsatz gelangen soll, steht in der Kritik. So wird dem Unternehmen vorgeworfen, sein "schäbiges Wahl-Equipment" habe diesen Frühling in Kalifornien bei den lokalen Wahlen Hackern und Viren geradezu offengestanden. Nun hat der kalifornische Generalstaatsanwalt mitgeteilt, dass gegen das Unternehmen geklagt wird. Diebold wird unter anderem vorgeworfen, unzertifizierte Hardware und Software sowie Modems, die es erlauben, Wahlresultate vor der Schliessung der Wahllokale zu publizieren, einzusetzen.
Unter den Kritikern befinden sich sowohl Programmierer, Polit-Aktivisten wie auch Rechtsanwälte. Noch ist nicht entschieden, ob sich auch staatliche Behörden der Klage anschliessen werden.
Die Zuverlässigkeit von papierlosen Wählsysteme wird in den USA allgemein bezweifelt, nachdem sich wiederholt Pannen abgespielt haben. Im März dieses Jahres beispielsweise konnten bei Primärwahlen in San Diego County 573 von 1,038 Wahlbüros wegen Computerproblemen nicht öffnen.
Jörg Holzmann
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