USA plant globales Computer-Überwachungssystem

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Scientia Est Potentia – Wissen ist Macht. So heisst das Motto einer neuen Forschungsabteilung des Pentagon, das ein globales Computerüberwachungssystem realisieren soll. Das Information Awareness Office, so ein Artikel in der Washington Post vom Dienstag, soll den Antiterror-Kämpfern des US-Verteidigungsministeriums Zugang zu Regierungs- und Unternehmensdatenbanken ermöglichen und in der Unmenge alltäglicher Transaktionen wie Bezahlungen oder Reservierungen verdächtige Muster herausfiltern. Das System soll mit rund 200 Millionen Dollar pro Jahr entwickelt werden. Allerdings müssen von Kongress und Justiz noch gewisse Fragen des Datenschutzes und der Aussenpolitik geklärt werden. Die Initiative zeigt aber doch, wohin die Stossrichtung der Regierung geht. Fraglich ist es auch, ob das System nicht an der globalen Datenfülle scheitern könnte. Leiter des Information Awareness Office ist übrigens der ehemalige Sicherheitsberater Reagans, John M. Poindexter. Ihm wurde 1990 vom Kongress vorgeworfen, Spuren vernichtet zu haben, die Aufschluss über Waffenverkäufe an den Iran für Militärhilfe an die Contras in Nicaragua in den 80er Jahren geben sollten.