Versandhäuser setzen auf E-Commerce

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Etablierte Versandhäuser setzen weiterhin stark auf E-Commerce. Die Otto-Firmen erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit einen Online-Umsatz von 2,1 Milliarden Mark, das ist weltweit zweiter Platz hinter Amazon. Bis August stiegen die Umsätze abermals um 50 Prozent. Der Versandhaus-Chef Michael Otto ist überzeugt, dass der Online-Handel generell weltweit in zehn Jahren einen Anteil von 10 Prozent erreichen und Otto dann 20 Prozent seines Umsatzes im Netz machen wird. Seine Unternehmensgruppe, mit einem Umsatz von 23,5 Milliarden Euro der grösste Versandhändler der Welt, habe deshalb bereits 500 Millionen Mark in diverse Internet-Aktivitäten investiert. Anders als für die etablierten Versandunternehmen des Konzerns wie Otto Versand, Heine oder Sport-Scheck sieht es allerdings bei Neugründungen, Beteiligungen und Joint Ventures aus. So zum Beispiel beim Internet-Spielzeughändler Mytoys.de, an dem Otto die Merhheit besitzt, oder beim Onlineverkauf von Büroartikeln, Flugbillets, Heimwerkerbedarf und Lebensmitteln. Hier rechnet Otto mit Anlaufverlusten über vier bis fünf Jahren, will aber in den jeweiligen Bereichen eine führende Position einnehmen. Ähnlich sieht es bei der welschen Versandhandelgesellschaft La Redoute, einer Tochter des renommierten französischen Handelskonzerns Pinault Printemps-Redoute (PPR), aus. Das Unternehmen mit Sitz in Montreux hat im Schweizer Geschäft einen Umsatz von 50 Millionen erzielt und liegt nach eigenen Angaben an siebter Stelle unter den Schweizer Versandhändlern. Der Anteil des E-Commerce am Gesamtumsatz macht heute bereits 7 Prozent aus, das Unternehmen habe bedeutende Investitionen getätigt, um diesen Anteil bis 2003 auf 14 Prozent auszubauen, sagte Eric Dubois La Redoute-Generaldirektor am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.