WiMax-Auktion platzt: Nur Swisscom kauft eine Lizenz
Nach UMTS ist Swisscom nun auch bei WiMax quasi im Spaziergang zu einer Lizenz gekommen. Gestern hat die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) eine Konzession für den drahtlosen Breitbandanschluss (Broadband Wireless Access, BWA) an Swisscom Mobile vergeben – ohne Auktion: Die Swisscom-Tochter gab als einziges der fünf zur Auktion angetretenen Telekommunikationsunternehmen ein Gebot ab. Die übrigen Anwärter (Deutsche Breitbanddienste, Orascom Telecom, Swissphone Invest und TDC Switzerland, also Sunrise) verzichteten auf ein Mitbieten. Wie die Sunrise-Sprecherin Sevgi Gezici auf Anfrage erklärte, wurde kein Gebot abgegeben, weil Sunrise für die drahtlose Breitbandversorgung primär auf einen Ausbau des bestehenden Breitband-Mobilfunknetzwerkes mittels der Technologien EDGE, UMTS und HSDPA setzt. "Ein Einsatz von WiMax in gewissen Nischenbereichen wurde erwogen, aber verworfen. Das Mindestgebot und die Versorgungsauflagen haben keinen wirtschaftlichen Einsatz von WiMax als ergänzende Nischentechnologie erlaubt", so Gezici.
Swisscom Mobile erhält nun entsprechend der Ausschreibungsbestimmungen eine grosse Konzession zum Minimalpreis von 6,1 Millionen Franken. Die Konzession dürfte diesen August erteilt werden und ist bis Ende 2016 gültig. Als Konzessionärin ist Swisscom Mobile verpflichtet, bis spätestens am 31. Dezember 2007 den kommerziellen Betrieb aufzunehmen und bis Ende 2009 mindestens 120 Sende- und Empfangseinheiten zu betreiben.
Was mit den nicht vergebenen Frequenzen geschehen soll, will die ComCom später entscheiden.
Ebenfalls im Besitz einer BWA-Lizenz ist schon seit längerem Cablecom. Im April erklärte Cablecom-CEO Rudolf Fischer in einem Interview in der HandelsZeitung, WiMax für Geschäftskunden als Ergänzung einzusetzen.
Swisscom Mobile erhält nun entsprechend der Ausschreibungsbestimmungen eine grosse Konzession zum Minimalpreis von 6,1 Millionen Franken. Die Konzession dürfte diesen August erteilt werden und ist bis Ende 2016 gültig. Als Konzessionärin ist Swisscom Mobile verpflichtet, bis spätestens am 31. Dezember 2007 den kommerziellen Betrieb aufzunehmen und bis Ende 2009 mindestens 120 Sende- und Empfangseinheiten zu betreiben.
Was mit den nicht vergebenen Frequenzen geschehen soll, will die ComCom später entscheiden.
Ebenfalls im Besitz einer BWA-Lizenz ist schon seit längerem Cablecom. Im April erklärte Cablecom-CEO Rudolf Fischer in einem Interview in der HandelsZeitung, WiMax für Geschäftskunden als Ergänzung einzusetzen.
Marc Pernollet
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