Officejet Pro X

"Wir geben dem Kunden damit die Wahl"

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Der Markt für Printing verändert sich. Wie HP diesen Veränderungen begegnen möchte, hat der Druckerhersteller nun in Barcelona erklärt. Eine Antwort präsentierte HP mit einer neuen Drucker-Serie, die auf Frühjahr 2013 lanciert wird. Die "Officejet-Pro-X"-Reihe soll Tinte auch in KMU und zukünftig auch in Enterprise-Umgebungen etablieren.

Fulvio Ferrari, General Manager Imaging and Web Solutions EMEA.
Fulvio Ferrari, General Manager Imaging and Web Solutions EMEA.

HP hat in Barcelona seine Neuheiten im Drucker- und Printing-Geschäft vorgestellt. HP unterscheidet zwischen dem Printer- und dem Printing, also zwischen Geräten und systemischen Ansätzen.

Das Unternehmen bietet eine schier unübersichtliche Fülle an Geräten, Software und Lösungen in diesen Bereichen. HP wolle eine breite Palette an Bedürfnissen was die Produktivität und Effektivität befriedigen, erklärte Ralf Groh, Director HP EMEA, in seiner Eröffnunsrede. Sein Unternehmen versucht nichts weniger als die Welt des Druckens zu verändern. Dabei verändert sich diese Welt bereits selbst, wie sein Kollege Fulvio Ferrari, General Manager Imaging and Web Solutions EMEA, hervorhob: Vor einigen Jahren sei quasi auf einen Anwender ein Drucker gekommen. Heute griffen einfach mehrere Nutzer über das Netzwerk auf einen Drucker zu. Desweiteren würden Drucker immer länger eingesetzt. Statt zwei bis drei drucken Printer heute drei bis fünf Jahre.

Mehr Content pro Seite

Hingegen steige der Content pro Seite, also mehr Details und Farbe. Eine weitere Veränderung ist die ökonomische Verschiebung im EMEA-Raum: Europa gerät zunehmend unter Druck durch die Finanzkrise. Für HP bedeutet weniger Wirtschaft, weniger Arbeitsplätze und in Folge weniger Druckaufträge. Hinzu komme die Überalterung der Gesellschaft, was aus der Sicht HPs ebenfalls zu weniger Jobs. Ein weiterer, technischer Faktor sind die Smart Devices mit denen Anwender Dokumente ansehen, verarbeiten und von denen sie auch Druckaufträge auslösen wollen.

HP setzt bei all den Veränderungen auf andere Teile des EMEA-Raums mit einer noch jungen Generation und vielen Start-ups. Darüber hinaus habe HP seine Preise konsolidiert. Statt bis zu acht unterschiedliche Preise kosten HPs Geräte künftig überall gleich viel.

Inkjet auf dem Weg in Enterprise-Umgebungen

Auf technischer Ebene macht HP das was es am besten kann: Das Unternehmen flutet den Markt mit neuen Lösungen, Services und Technik: HP hat nach eigenen Angaben in den letzten 12 Monaten über 20 neue Printing und MFP-Geräte lanciert. Für letztere hat der Hersteller rund eine halbe Milliarde US-Dollar investiert. Ein Highlight dieser Neuerungen ist die neue Inkjet-Reihe: Officejet Pro X. Diese soll ab dem Frühjahr 2013 die Tintentechnik in den Unternehmen salonfähig machen. Denn bisher galt bei HP eher: Tinte für Consumer und Laser für Unternehmen. Künftig gilt für HP: Tinte parallel zu Laser, wie etwa zur Laserjet-Pro-Reihe. "Wir geben den Kunden damit die Wahl", betonte Ferrari. Die neuen Officejet-Pro-X-Geräte adressieren zunächst kleine Arbeitsgruppen und KMU. In den kommenden Jahren sollen Technik und Produkte weiterentwickelt werden, um diese auch in Enterprise-Umgebungen einsetzen zu können. Die neuen Inkjet-Geräte seien eine Antwort auf das Feedback von Partnern, wie Produktmanager Jordi Monne erklärte.

Unternehmenstauglich machen die neue Inkjet-Technik Features wie ein Papierausstoss von bis zu 70 Seiten pro Minute, eine wischfeste und schnelltrocknende Tinte und eine Duplexfunktion. Da im Vergleich zur Lasertechnik das Drucksystem nicht aufgewärmt werden muss, seien die Betriebskosten deutlich niedriger als bei einem Farblaserdrucker. Abgesehen davon, dass Tinte und Papier, nachgefüllt werden müssen, gelten die Tintendrucker als wartungsfrei.

70 Seiten pro Minute

Allerdings muss man auch sehen: HPs neuer Tintenstrahler bietet im sogeannten "General Office"-Modus 70 Seiten pro Minute. Ein Draft-Modus ist es nicht, im Gegenteil, für die meisten Anwendungen ist die Druckqualität gut. Wer allerdings das gesamte Potenzial an Brillianz und Druckqualität ausnutzen möchte, etwa um Werbematerial zu drucken, der muss sich mit 42 Farbseiten pro Minute im "Pro"-Modus zufrieden geben. Gedruckt wird mit der "Pagewide Technology": Bei dieser Technik wird das zu bedruckende Blatt durch den Druckkopf bewegt. 42'240 Düsen verteilen bis zu 1 Milliarde Tropfen pro Sekunde.

HP glaubt an die Tintentechnik: Der Hersteller hat nach eigenen Angaben zwischen 2006 und 2012 im Office-Bereich 3,6 Millionen Geräte abgesetzt mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 30 Prozent. 

Kommentare

« Mehr