Wissenschaftlich-technologische Berufe nehmen zu

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In den letzten zehn Jahren, zwischen 1991 und 2001, hat in der Schweiz die Zahl der Erwerbstätigen in wissenschaftlichen oder technischen Berufen oder in höheren Kaderfunktionen deutlich zugenommen, nämlich von 34 auf 42 Prozent. Parallel zu dieser Entwicklung sei auch der Anteil der Erwerbstätigen mit W+T-Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule von 19 auf 24 Prozent angestiegen. Zu diesem Fazit kommt das Bundesamt für Statistik (BFS) bei seiner Beobachtung der Entwicklung von Wissenschaft und Technologie in der Schweiz. Erklärt wird die Entwicklung mit dem Aufkommen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die tiefe Spuren in den Produktionsprozessen hinterlassen und zu einer zunehmenden internationalen Arbeitsteilung und wirtschaftlichen Verflechtung geführt haben. Die Ausrichtung auf eine wissensbasierte Wirtschaft bringe eine zunehmende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften mit sich, schreibt das BFS. Obwohl das Bildungsniveau der Bevölkerung in der Schweiz seit zehn Jahren zunimmt, war im Jahr 2000 der Anteil der Personen, die eine Tertiärausbildung an einer Universität oder Fachhochschule abschlossen, im internationalen Vergleich mit 13,3 Prozent relativ gering und lag unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (25,9 Prozent). Dafür schneidet die Schweiz überdurchschnittlich ab bezüglich des Anteils von ausseruniversitären höheren Berufsausbildungen (19 Prozent) und Doktortiteln (2,6 Prozent) ab. Das Mittel der OECD-Staaten beträgt 10,6 Prozent respektive 1 Prozent. Bei den Schweizer Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung sieht das BFS beunruhigende Anzeichen: Seit 1996 verringere sich der Anteil der F+E-Ausgaben am Brutto-Inlandprodukt, weshalb die Schweiz gegenüber Japan, den USA, Schweden und Finnland an Boden verliere. Die Schweiz gehöre punkto IKT inzwischen zu den am besten ausgerüsteten Ländern. 2001 wies sie von allen OECD-Ländern die höchsten IKT-Aufwendungen pro Kopf auf. Die gesamten Ausgaben für IKT beliefen sich auf 9 Prozent des BIP. Hingegen liege die Internet-Infrastruktur in der Schweiz gemäss BFS 74 Hosts (mit dem Internet verbundene Computer) pro 1000 Einwohner im Juli 2001 unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (101). Der vollständige Bericht des BFS unter dem Namen Indikatoren Wissenschaft und Technologie. Wissenschaft und Technologie in der Schweiz, Bilanz des letzen Jahrzehnts, 1990-2000/2001, kann unter der Bestellnummer 139-0102 zum Preis von 5 Franken beim BFS bezogen werden.