WorldCom: Weitere Falschbuchungen enthüllt

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Noch immer kommt WorldCom nicht zur Ruhe – der Skandal um den unterdessen insolventen US-Telefonkonzern weitet sich aus: Das Unternehmen musste weitere Falschbuchungen in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar zugeben. Um Juni hatte das Unternehmen bekanntlich eröffnet, seine Bilanzen um 3,85 Milliarden Dollar gefälscht zu haben und hatte damit die grösste Firmenpleite in der US-Wirtschaftsgeschichte eingeläutet. Die gesamte Gewinnreduzierung für den Zeitraum zwischen 1999 und dem ersten Quartal 2002 beträgt nach dieser neusten Enthüllung 7,18 Milliarden Dollar. WorldCom warnte gestern Donnerstag in einer Erklärung, die bei internen Untersuchungen aufgedeckten neuen Falschbuchungen seien möglicherweise nicht die letzten. Investoren und Gläubiger sollten sich bewusst sein, dass weitere fälschlich als Einnahmen verbuchte Summen entdeckt und offengelegt werden könnten, hiess es. Solange die Bücher für die vergangenen drei Jahre nicht vollständig überprüft seien, sei der volle Umfang der Fälschungen noch nicht abzusehen. Der Finanzchefs Scott Sullivan und der frühere Chefbuchhalter David Myers, die vor wenigen Tagen festgenommen worden waren, sind unterdessen gegen eine hohe Kaution wieder auf freiem Fuss. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.