Wurm «W32/SQLSlammer» lähmte das Internet

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Ein Internet-Wurm mit Namen W32/SQLSlammer hat am Samstag das Internet weltweit für mehrere Stunden lahmgelegt. Gemäss übereinstimmenden Angaben von Sicherheitsexperten nutzt der Wurm eine Sicherheitslücke in Microsofts SQL Server 2000, die bereits seit Monaten bekannt sei. SQLSlammer scheint infizierten Rechnern keinen direkten Schaden zuzufügen und kopiert sich auch nicht auf die Festplatte, sondern residiert nur im Arbeitspeicher. Von dort versucht sich der 367 Byte grosse Wurm unaufhörlich selber über den UDP-Port 1434 auf weitere ungeschützte Rechner zu kopieren. W32/SQLSlammer verbreitete sich schneller als die berüchtigten Schädlinge Nimda und Code Red. Dabei kommt ihm die geringe Grösse entgegen: Der ganze Wurm passt in ein UDP-Paket. Am Wochende hat diese Datenflut dazu geführt, dass viele Leitungen unter der Überlastung zusammenbrachen. Im Zuge der Wurmattacke wurden offensichtlich auch fünf der 13 Root-DNS-Server in die Knie gezwungen. Private Internetnutzer bemerkten die Wirkung des bösartigen Programmcodes deshalb vor allem an extrem langsamen oder still stehenden Onlineverbindungen. Privat-PCs wurden in der Regel aber nicht direkt geschädigt. Den Security-Experten war der Wurm vorgängig unbekannt. Um sich gegen SQLSlammer zu schützen, sollten Systemadministratoren den von Microsoft bereits am 24. Juli 2002 bereitgestellten Patch für den MS SQL Server 2000 aufspielen und den UDP-Port 1434 an Firewalls blockieren.