Wurmalarm: Nimda sorgt für Aufregung

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Ein neuer gefährlicher Wurm gräbt sich zur Zeit durchs Internet. Nimda verbreitet sich einerseits via E-Mail an die in befallenen In-Box gefundenen Adressen weiter, andererseits sucht er wie Code Red über Internet-Adressen nach verletzbaren IIS-Servern. Seit seinem ersten Auftreten am Dienstagmorgen hat der Wurm bereits enorme Datenströme ausgelöst. Nimda befällt Web-Server, die unter Microsofts Internet Information Server IIS laufen und baut einen JavaScript-Code ein, der eine Datei namens readme.eml nachlädt. Besucht ein Surfer den befallenen Web-Server, lädt sein Browser diese Datei und führt sie bei manchen Versionen des Internet Explorer sogar ungefragt aus. Es genügt also allein schon das Besuchen einer Website, dass man von Nimda befallen werden kann. Daneben verbreite sich der Wurm auch per E-Mail. Die Mails enthalten das Attachment reademe.exe, das den MIME-Typ Audio/WAV trägt. Bestimmte Versionen von Outlook öffnen dieses Attachment bereits beim Anzeigen des Mails. Insgesamt soll Nimda 20 verschiedene Angriffsmethoden nutzen. Nimda hat auch in der Schweiz Unternehmen befallen. So ist derzeit vor allem yellowworld betroffen, yellownet und yellowtrade wurden vorübergehend zum Schutz der Kunden heruntergefahren. Spezialisten haben heute um 11 Uhr den Schaden behoben, teilte Alex Josty, Mediensprecher Postfinance, mit. Es seien keine Daten zu Schaden gekommen. Auch Cash.ch war bis Redaktionsschluss des Netzticker nicht mehr erreichbar. Um sich gegen den Wurm zu schützen, empfiehlt es sich, unter den Internetoptionen (Sicherheit, Internet) Active Scripting zu deaktvieren. Es sollten Mails mit dem Attachment readme unverzüglich gelöscht werden, daneben empfiehlt sich auch die Installation eines Patch von Microsoft. Administratoren sollten die Übertragung von Dateien mit der Bezeichnung readme.eml und der Endung .exe blockieren. Schliesslich sollte man die Websiten von Antiviren-Herstellern auf Updates und Patches überprüfen. Mehrere Viren-Experten vermuten, dass Nimda aus China stammt.