www.madonna.com gehört ab sofort Madonna

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Popsängerin Madonna Louise Ciccone hat ab sofort ein Recht auf die Internetadresse www.madonna.com. Ein Schiedsgericht bei der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) in Genf urteilte, der New Yorker Geschäftsmann Dan Parisi müsse die URL abtreten, da er kein legitimes Interesse geltend machen könne. Ursprünglich war unter der besagten URL eine Pornosite zu finden. Die Sängerin hatte im Juli Klage gegen Parisi eingereicht, mit der Begründung, die Website besudle ihren Namen. Parisi ist laut WIPO bereits mehrmals durch Cybersquatting aufgefallen. So hat er zum Beispiel auch die URL Wallstreetjounal.com auf seinen Namen registrieren lassen. Die Macher von Madonna.com zeigten sich über das Urteil enttäuscht. Schliesslich habe man bereits im Juni beschlossen, Madonna.com dem Madonna Rehabiltation Hospital in Nebraska zu übertragen. Dieses besitzt schon die URL www.madonna.org. Es gebe viele Personen und Institutionen, die älter als die Sängerin seien und diesen Namen hätten, heisst es in einem Statement auf www.madonna.com. Die WIPO hat mit ihrem internationalen Schiedsgericht seit letztem Jahr etwa 500 Urteile im Streit um Internetadressen gesprochen, etwa 80 Prozent davon vielen zu Gunsten der Kläger aus. Zu den Gewinnern zählen so bekannte Namen wie Christian Dior, Julia Roberts, Deutsche Bank, Microsoft oder Nike. Mehr Pech hatte der britische Popstar Sting. Er erhielt das Recht auf die URL sting.com nicht zugesprochen, da sting (Stachel, Stich, stechen) ein gebräuchliches englisches Wort sei.