VMware verschärft den Ton gegenüber Amazon
Amazon hat ein Plug-in für eine Software von WMware veröffentlicht. Der Virtualisierungssprofi findet das gar nicht gut und schlägt nun in einem Blogeintrag zurück.
"Lassen Sie sich nicht von Import-Tools täuschen, die sich als Hybrid Cloud Management ausgeben" - so lautet der Titel eines Blogeintrags von VMware-CTO Chris Wolf. Er reagiert so auf ein Plug-in, das Amazon für Vcenter von VMware lancierte. Mit der Software ist es zum Beispiel möglich, virtuelle Instanzen, die lokal in Rechenzentren laufen, in die Amazon-Cloud zu verfrachten.
VMware warnt vor Amazon-Lock-in
Wolf beginnt seinen Artikel mit den Anforderungen, die Kunden von WMware heute an eine moderne Cloud-Architektur stellen: Flexibilität, Wahlfreiheit und beständige Verwaltungstools. "Ich erwähne all das, weil Amazon heute ein AWS Management Portal für Vcenter lanciert hat."
Um virtuelle Maschinen in die Amazon-Cloud zu importieren und simple Management-Aufgaben zu erledigen, sei das Plug-in zwar nützlich. Wolle ein Unternehmen seine Workloads aber in einer Region betreiben, wo AWS gar nicht im Angebot stehe, werde es schwierig. Das gleiche gelte für virtuelle Maschinen, die zu einem Outsourcing-Partner, einem anderen Cloud-Provider oder ins eigene Rechenzentrum bugsiert werden müssten. Technisch sei das zwar möglich, doch die Kosten seien oft zu hoch. "Der Service-Stack wird dann wahrscheinlich an proprietäre APIs gebunden sein, und ein Grossteil der Management-Software von Drittanbietern muss ersetzt werden."
Das Plug-in erfülle die Anforderungen einer modernen Cloud nicht, schreibt Wolf - "und das sollte Sie dazu veranlassen, den strategischen Wert des AWS Management Portals zu hinterfragen."
Eine Reaktion von Amazon auf den Blogeintrag blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt aus.
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