Wer zu lange scrollt, wird von Miezi gestoppt
CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!
vgr. Welcher Katzenbesitzer kennt es nicht? Man sitzt vor dem PC und die Fellnase macht es sich mal wieder auf der Tastatur gemütlich. Ein japanischer Entwickler packt das Ganze in eine kostenlose Chrome-Extension namens "Cat Gatekeeper", wie "Futurezone" berichtet. Es soll beim Videoschauen und Scrollen auf Youtube, Instagram, Tiktok, X und Co. zur Pause anregen. Dabei setzt sich Miezi nach voreingestellter limitierter Nutzungsdauer breit über den ganzen Bildschirm. Nachdem der angezeigte Timer abgelaufen ist, verabschiedet sie sich wieder. Wechselt der User den Tab, setzt sich der Timer zurück. Das Plug-in trackt laut Entwicklerangaben keine Nutzerdaten, sondern nur, ob man auf der Plattform gerade aktiv ist. Derzeit ist die virtuelle Katze nur auf dem Computer verfügbar, eine Smartphone-Version gibt es noch nicht.
KI-Agent trollt seine User
tse. Codex, der Coding-Assistent von OpenAI, mag anscheinend Fantasiekreaturen. Auf X erzählen viele User, dass der KI-Agent gern über Trolle und Kobolde spricht oder etwa Software-Bugs als "Gremlins" und "Goblins" bezeichnet. OpenAI wurde sich des Problems schnell bewusst und verbot der KI, diese und weitere Fabelwesen zu erwähnen, wie "Golem" berichtet. Doch wenn das Internet ein gutes Meme wittert, lässt es nicht so schnell locker. Bald schon verbreiteten sich KI-generierte Bilder von Kobolden in Rechenzentren und sogar OpenAI-Chef Sam Altman beteiligte sich mit einem Post, demzufolge GPT-6 mit einer Extraportion Goblins trainiert werden soll.
Einsichten eines inkompetenten KI-Agenten
jor. Endlich Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens – um den repetitiven Rest kümmern sich die KI-Agenten. Dass man diesem Heilsversprechen aus dem Silicon Valley mit Skepsis begegnen sollte, musste Jeremy Crane, der Gründer des Start-ups PocketOS, auf die harte Tour lernen. Er hatte dem KI-Programmiertool Cursor Zugriff auf seine Software zur Verwaltung von Buchungen für Autovermietungen verschafft. Doch anstatt eine simple Routineaufgabe zu erledigen, entwickelte der digitale Gehilfe eine verhängnisvolle Eigeninitiative. Beim Herumschnüffeln fand er laut "Mashable" einen Generalschlüssel und löschte die gesamte Produktionsdatenbank samt Backups in weniger als zehn Sekunden. Die Schuldfrage beantwortete der KI-Agent gleich selbst in einer reumütigen Selbstanklage: Er habe den Sachverhalt nicht verifiziert, sondern nur geraten und die Regel, keine destruktiven Befehle auszuführen, gekonnt ignoriert. Während Crane über 30 Stunden lang Buchungen von Hand rekonstruierte und Kunden ohne Auto dastanden, bewies der KI-Agent, dass er zumindest etwas gelernt hat: Daten löschen ist nicht schwer, Reue simulieren hingegen sehr.
Auf den Hund gekommen
ahu. In der Neuen Nationalgalerie in Berlin sind Roboterhunde mit hyperrealistischen Silikon-Konterfeis von einflussreichen Personen unterwegs, wie "NBC News" berichtet. Darunter tummeln sich Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Andy Warhol oder Pablo Picasso – aber auch Kim Jong-Un sowie der verantwortliche Künstler Beeple selbst. Die Kamera-Hunde hinterlassen gelegentlich "Häufchen" in Form gedruckter Bilder, die mit KI verfremdete Umgebungsfotos zeigen. Diese seien Stil und Weltanschauung der zugehörigen Persönlichkeiten nachempfunden: So erzeuge der Picasso-Hund Bilder im kubistischen Stil, derweil der Warhol-Hund Pop-Art produziere. "Früher wurde unsere Sicht auf die Welt dadurch geprägt, wie Künstler die Welt sahen. Heute wird sie von Tech-Milliardären geprägt, die entscheiden, was wir sehen", sagte Beeple gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Von wegen gesund
rja. Wer auf der Suche ist nach neuen Belegen für das Faulenzer-Mantra "Sport ist Mord", findet am kürzlich stattgefundenen Roboter-Marathon in Peking Anschauungsmaterial. Dort zeigten gleich mehrere Maschinen, dass so ein Rennen mitunter alles andere als gesund ist. Auf diversen von "Futurezone" zusammengetragenen Videos sind Roboter zu sehen, die hinfallen – teils behäbig, teils in vollem Tempo. Das bemitleidenswerteste Modell ist ein Apparat, der "nahezu in einer Explosion" zerschellte, nachdem er über einen Kabelkanal gestolpert war. Danach, so "Futurezone", sei der Roboter auf einer Bahre abtransportiert worden, ähnlich eines verletzten Menschen. Ob die Notärzte das Leben des Roboters noch retten konnten, ist nicht überliefert.
Ricardo Ribeiro, Leiter Informatik, Gibb Berufsfachschule Bern
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da-pa.ch (Dark Patterns)
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