Elektrogeräte sollen in Frankreich länger leben
Das französische Parlament berät über ein Gesetz, dass die absichtliche Verkürzung der Lebensdauer von Elektrogeräten verbieten soll. Vor zwei Jahren scheiterte ein vergleichbarer Versuch im Schweizer Parlament.
In Frankreich soll die geplante Obsoleszenz bei Elektrogeräten künftig per Gesetz bekämpft werden. Ein entsprechender Gesetzvorschlag habe bereits die erste Hürde im Parlament genommen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sollte ein Hersteller die Lebensdauer eines Geräts bewusst verkürzen – etwa durch die Verwendung mangelhafter Bauteile – würden ihm künftig Haft- und Geldstrafen drohen.
In der Schweiz ist ein vergleichbarer Vorschlag von Adèle Thorens Goumaz vor zwei Jahren gescheitert. In einer Stellungnahme vom 22. August 2012 erklärt der Bundesrat, dass geplante Obsoleszenz zwar im Widerspruch zu einer effizienten und ressourcenschonenden Wirtschaft stehe. Eine gezielte Willkür seitens der Hersteller lasse sich aber schwierig nachweisen.
Ferner heisst es in der Stellungnahme, dass es in manchen Fällen sinnvoll sein könne, die Nutzungsdauer zu beschränken. Dies sei "insbesondere bei jenen Produkten der Fall, bei denen sich der Stand der Technik bezüglich Ressourceneffizienz rasch entwickelt."
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