Geschäftsergebnis 2014

AMD steckt tief in den roten Zahlen

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

Dem Chiphersteller AMD geht es nicht gut. Im vergangenen Jahr rutschte der Konzern noch tiefer in die Verlustzone als 2013. CEO Lisa Su hegt Hoffnung für das zweite Quartal 2015.

Nachdem AMD im dritten Quartal 2014 nach zwei Verlustquartal wieder Gewinn erwirtschaftet hatte, stürzte der Chiphersteller im Schlussquartal wieder tief in den Keller. Bei einem Umsatz von 1,24 Milliarden US-Dollar betrug der Nettoverlust 364 Millionen Dollar.

Wie dem Geschäftsergebnis des Unternehmens zu entnehmen ist, wirkte sich das entsprechend auf die Jahresbilanz aus. Der Umsatz kletterte 2014 zwar um 4 Prozent auf 5,51 Milliarden Dollar. Doch der Nettoverlust verfünffachte sich im Jahresvergleich beinahe auf 403 Millionen Dollar.

Hohe Verluste in der Computing- und Graphics-Sparte

Ein Grossteil des Verlustes sei auf ausserordentliche Wertminderungen von Geschäfts- und Firmenwerten zurückzuführen. Damit bezieht sich AMD vermutlich auf übernommene Unternehmen, die der Konzern ursprünglich zu hoch bewertet hatte und nun entsprechend abschreiben muss. Die Abschreibungen belaufen sich auf 233 Millionen Dollar.

Weiter seien im vergangenen Jahr 71 Millionen Dollar für Restrukturierungsmassnahmen und "andere Spezialgebühren" fällig geworden. 58 Millionen musste AMD nach eigenen Angaben für verschiedene kleinere Ausgaben und Wertberichtigungen der Lagerbestände aufwenden.

Der restliche Verlust stammte aus der kriselnden Computing- und Graphics-Sparte. Der Umsatz des Segments sank im Jahresvergleich um 16 Prozent. Der operative Verlust belief sich auf 56 Millionen Dollar.

Umsatzplus im Enterprise- und SoC-Geschäft

Das Enterprise-Geschäft und das Embedded- und Semi-Custom-Segment standen besser da. Der Umsatz stieg hier dank guten Verkaufszahlen von System-on-a-Chip-Produkten (SoC) um 51 Prozent. Das operative Ergebnis belief sich im vierten Quartal auf 109 Millionen Dollar. AMDs SoC-Produkte finden vor allem in den Spielkonsolen von Sony und Microsoft Verwendung.

Für das erste Quartal dieses Jahres erwartet AMD einen Umsatzrückgang von rund 15 Prozent. CEO Lisa Su ist dennoch zuversichtlich ab dem zweiten Quartal auf einen gesunden Pfad zurückkehren zu können, wie sie sich in der Mitteilung zitieren lässt.

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