Französischer Geheimdienst späht Orange-Kunden aus
Dokumente von Edward Snowden belegen, dass der französische Geheimdienst eng mit Orange zusammenarbeitet. Daten zur Kommunikation werden dabei umfangreich weitergeleitet und gespeichert. Schweizer Kunden sollen hiervon nicht mehr betroffen sein.
Der Französische Geheimdienst (DGSE) betreibt ein eigenes illegales Ausspähprogramm. Nach Recherchen von Le Monde sei dieses noch viel direkter als das PRISM-Programm der NSA. So soll der französische Geheimdienst direkt auf Kommunikationsdaten eines Nachfolgeunternehmens des ehemaligen Staatsunternehmens France Télécom zugreifen können und diese jahrelang speichern. Diese Information lieferten Daten von Edward Snowden die Le Monde zur Verfügung standen. Bei diesem Unternehmen könne es sich nur um Orange handeln, so die Zeitung weiter.
Der DGSE habe demnach direkten Zugang auf alle Metadaten betreffs Telekommunikation, E-Mails, SMS sowie über Onlineaktivitäten die über Google, Facebook Microsoft, Apple oder Yahoo laufen, wie das Nachrichtenportal Heise in Berufung auf Le Monde schriebt. Die Erstellung von umfangreichen Personenprofilen sei somit möglich. Ausserdem sollen die so gewonnen Daten an den britischen Geheimdienst weitergegeben worden sein.
Von der Überwachung seien auch ausländische Bürger betroffen. Auf Schweizer Kunden von Orange trifft dies nicht mehr zu, da Orange Schweiz seit 2012 am die Investmentfirma Apax verkauft wurde. Orange Schweiz sei damit komplett unabhängig von Orange Frankreich und führe nur noch den gleichen Brand, so Mediensprecherin Therese Wenger. Ob auch Daten von der Übernahme abgefangen und weitergeleitet wurden, geht aus den bisher zur Verfügung stehenden Materialien nicht hervor.
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