Apple Watch wirft ihren Schatten voraus
Schweizer Uhrenhersteller haben im Mai dieses Jahres weniger Uhren im Vergleich zum Vorjahr verkauft. Das könnte an der Apple Watch liegen. Diese konkurriere besonders im unteren Preissegment mit analogen Uhren, berichten Analysten.
Im Mai sind die Uhrenexporte um 9 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gesunken. Grund seien zwei Verkaufstage weniger, äusserte sich der Schweizer Uhrenverband gegenüber der "Handelszeitung". Das Wirtschaftsblatt verweist auf eine Studie der Barclays Bank, wonach der Exporteinbruch einen anderen Grund haben könnte: die Apple Watch.
Die Banker untersuchten den US-Markt. Dort seien im Mai vergangenen Jahres Schweizer Uhren im Gegenwert von 204 Millionen US-Dollar verkauft worden. Dieses Jahr sei der Wert auf 176 Millionen Dollar gesunken. Die Experten schlussfolgern, dass dies die ersten Auswirkungen der Apple Watch auf den Uhrenmarkt seien. Besonders im unteren Preissegment konkurriere das Wearable von Apple mit traditionellen Uhren.
Gemäss Recherchen der "Handelszeitung" schrumpften die Absätze der Schweizer Uhrenhersteller im Jahresvergleich von 400'000 auf 372’00 Einheiten in der Preisklasse zwischen 200 und 500 Franken. Andererseits seien auch Uhrenexporte im Preissegment zwischen 500 und 3000 Franken gesunken, also in der Preisklasse oberhalb der Einsteiger-Variante der Apple Watch. Die Apple Watch soll am 26. Juni auf den Schweizer Markt kommen. Das Basismodell wird derzeit in Schweizer Onlineshops für rund 600 Franken angeboten.
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