Special Topsoft

"Wir bieten spannende Lösungskonzepte"

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von George Sarpong

Am 25. und 26. August findet in Zürich die Topsoft, die Schweizer Fachmesse für Business-Software, statt. Das Konzept wurde überarbeitet. Die Onlinemesse One wird gemeinsam mit der Suisse Emex veranstaltet. Dafür bietet die Topsoft mit der Gov@CH eine neue Spezialmesse zum Thema E-Government.

Cyrill Schmid, geschäftsführender Partner von Schmid + Siegenthaler Consulting. (Quelle: Schmid + Siegenthaler Consulting)
Cyrill Schmid, geschäftsführender Partner von Schmid + Siegenthaler Consulting. (Quelle: Schmid + Siegenthaler Consulting)

Die Topsoft findet dieses Jahr im August statt. Wird da bei dem sommerlichen Wetter überhaupt jemand kommen?

Cyrill Schmid: Sommerliches Wetter? Die Wettererfahrungen der letzten Jahre haben uns ermutigt, die Messe im kühlen, nassen August zu machen. Aber Spass beiseite, bei der Terminplanung haben wir uns weniger auf die Wetterprognosen gestützt, als auf die terminlichen Gegebenheiten. Einerseits hatten wir im Frühling stets das Problem, mit unzählig vielen Veranstaltungen zu konkurrieren. Die Leute haben zwischen Ostern und Sommerferien fast keine Zeit mehr und werden von Einladungen überflutet. Diesen Event-Tsunami wollten wir umgehen. Andererseits spielte auch das bereits fixierte Messedatum unserer Kooperationspartnerin, der Suisse Emex, eine Rolle. Die Erfahrung zeigt, dass Ende August viele Leute zurück aus den Ferien und dadurch entspannter und offener für Neues. Sollte es wider Erwarten sonnig und warm sein – in sämtlichen Messehallen stehen Erfrischungen bereit. Cool wird es so oder so.

Welche Trends werden an der Messe präsentiert?

Wir sind etwas überrascht, wie das Thema Business Software in den letzten Monaten in vielen Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. Ausschlaggeben dafür waren unserer Meinung nach verschiedene Ereignisse. Einerseits bestimmte der zunehmende wirtschaftliche Druck, welcher durch den Euro-Schock verstärkt wurde, das steigende Interesse an Business Intelligence auf allen Führungsebenen. In diesem Zusammenhang werden die Topsoft-Besucher extrem spannende Lösungsansätze sehen. Ein weiterer Punkt ist die Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen. Professionelles, vor allem aber revisionssicheres Dokumenten- und E-Mail-Management ist einer der Trends, welcher auf der Messe bei vielen Anbietern spür- und erlebbar sein wird. Dauerbrenner sind nach wie vor Cloud Computing und Mobile Solutions. Die Vielfalt der Angebote und Möglichkeiten ist gegenüber der letzten Topsoft nochmals enorm gewachsen. Und dann natürlich das Super-Hype-Thema schlechthin: Industrie 4.0. Wir freuen uns, zusammen mit verschiedenen Lösungsanbietern dazu viele konkrete Ansätze liefern zu können. So etwa im Industrie 4.0 Lab der Topsoft oder im Rahmen des Referateprogramms.

Wie Sie erwähnten, wird die Topsoft dieses Jahr parallel zur Suisse Emex und One stattfinden. Was versprechen Sie sich davon?

Topsoft und Suisse Emex stehen für die Konvergenz von Themenwelten, welche existentielle Herausforderungen für Verantwortliche aus Management, Marketing, Sales, Service, Fertigung, Logistik und IT darstellen. Vor diesem Hintergrund erwarten die Besucher beider Messen neue Möglichkeiten, spannende Geschichten und attraktive Angebote. Die Zusammenarbeit von Topsoft und Suisse Emex symbolisiert die untrennbare Verflechtung der digitalen Welt mit den heutigen Ansprüchen eines zielgerichteten Marketings. Für die Besucher entsteht durch die Verbindung der beiden sich optimal ergänzenden Fachmessen ein durchgängiges Messe-Erlebnis, das den realen Bedürfnissen moderner Unternehmen entspricht. Nicht zuletzt steht die Verbindung von Topsoft und Suisse Emex symbolisch für den digitalen Wandel im Unternehmen als  logischer Brückenschlag zwischen einer IT-unterstützten Kreativität und einer kreativen Nutzung von IT.

Was bedeutet die Fusion von One und Suisse Emex für das Profil der Topsoft?

Wir haben die One Schweiz vor drei Jahren zusammen mit verschiedenen Exponenten im Bereich Web Business, Online Marketing und Social Media ins Leben gerufen. Hintergrund war und ist die zunehmende Verschmelzung von Business Software und E-Commerce. Dies betrifft nicht nur die Vertriebskanäle, sondern ebenso das Marketing, die Logistik, den Service und die Fertigung. Durch die Zusammenarbeit mit der Suisse Emex, welche über einen eher marketingorientierten Messebereich zum Thema "Online" verfügt, mussten wir uns entscheiden: Wollen wir das Thema eher in der Topsoft oder in der Suisse Emex ansiedeln? Ausschlaggeben waren dann zwei Gründe. Die Bedeutung des Themas für die jeweilige Messe und die künftige Weiterentwicklung der ONE. Dahinter steht ein innovatives Geschäftsmodell, welches nicht nur den Messebereich, sondern eine ganzjährige Plattform für Web Business umfasst. Die Rechte an der ONE Schweiz bleiben bei der Topsoft. So viel sei schon verraten: Unter dem Brand One werden wir künftig als Veranstaltungspartner an verschiedenen Events vertreten sein sowie neue Produkte und Dienstleistungen lancieren.

Dieses Jahr werden Sie mit dem Institut für E-Government der Berner Fachhochschule erstmals die Messe Gov@CH starten. Was für Lösungen werden dort gezeigt werden?

Die Herausforderungen an das Informationsmanagement in der öffentlichen Verwaltung und ganz allgemein im öffentlichen Sektor sind enorm. Eine technologische Welle nach der anderen überrollt die öffentliche Verwaltung: Geschäftsprozessmanagement, Service-orientierte Architektur, Elektronische Geschäftsverwaltung, Cloud Computing, E-Government, Bring-your-own-Device, Mobile Computing, Responsive Design auf E-Gov-Portalen. Es gibt keinen Bereich der öffentlichen Verwaltung, der von diesen Themen nicht betroffen wäre. Die GOV@CH präsentiert zum ersten Mal in der Schweiz das gesamte Spektrum an Lösungen für öffentliche Verwaltungen. Das heisst konkret, nicht nur spezielle Anwendungen für Baugesuche, Stimmregister oder Gebühreninkasso, sondern auch gesetzeskonforme Dokumentenmanagement-Systeme, dedizierte ERP-Lösungen oder CRM-Anwendungen.

Weshalb braucht es überhaupt eine eigene E-Government-­Messe? Die Topsoft-Aussteller dürften bereits E-Gov-Lösungen an ihren Ständen anbieten.

Mit der zunehmenden IT-Durchdringung der öffentlichen Verwaltung – man darf ohne zu übertreiben von einem Milliardenmarkt sprechen, genaue Studien dazu existieren nicht – hält aus Sicht von Aussenstehenden die Maturität und das Management der Fähigkeiten im IT-Bereich in der öffentlichen Verwaltung nicht Schritt mit den zunehmend neuen Technologietrends. Das E-Government Institut der Berner Fachhochschule unter Leitung von Prof. Dr. Konrad Walser ist an uns herangetreten, um die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten den öffentlichen Verwaltungen näher zu bringen. In speziellen Academy Workshops erfahren interessierten Besucher mehr über das Thema und können sich danach bei spezialisierten Lösungsanbietern entsprechend beraten lassen. Die GOV@CH ist die erste "Rundum"-IT-Fachmesse für öffentliche Verwaltungen. Dabei übernehmen wir lediglich die Funktion als Plattform. Im Rahmen der Topsoft bieten wir Raum für bestehenden Veranstaltungen und suchen die Kooperation mit Experten aus anderen Fachgebieten. Unser Ziel ist es, den Messebesuchern einen Mehrwert mit guten Inhalten zu bieten.

Befragte man in der Vergangenheit die Aussteller an der Topsoft, so ergab sich ein zwiespältiges Ergebnis. Die eine Hälfte fand die Messe hervorragend, die anderen Aussteller zeigten sich eher enttäuscht. Was haben Sie getan, um diesen Graben zuzuschütten?

Das Thema Ausstellerzufriedenheit ist bei allen Messen ein Dauerbrenner. Wir sind in einem engen Dialog mit unseren Topsoft Ausstellern und hören bei ihren Anliegen genau hin. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Individualisierung des Messeauftritts. Wir haben auf der Messe ganz verschiedene Anbieter: von den grossen internationalen Softwareherstellern bis zu kleinen, innovativen Startups. Für jede Kategorie steht nicht nur ein passendes Standmodell zur Verfügung, sondern mit dem topsoft Netzwerk auch eine Vielzahl an Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten in Print, Online und Social Media. Die Messe selber wiederum bietet verschiedene Live Events wie das Referateprogramm "Spotlight @Topsoft", die IT-Konkret-Bühne für Fallstudien oder den unterhaltsamen Slamming-Event. Anbieter können alle Gefässe für einen nachhaltigen, einzigartigen Auftritt nutzen. Voraussetzung dafür sind jedoch Marketing- und Kommunikationsmassnahmen, welche schon vor der Messe beginnen und im Idealfall auch danach noch Wirkung zeigen. Der Trend bei den letzten Messen zeigt ganz klar, dass immer mehr Aussteller während der Messe nicht passiv auf zufällige Leads hoffen, sondern sich bemühen, das Chancenpotential der Topsoft vor, während und nach der Messe voll auszuschöpfen. Als Organisatoren gehen wir dabei gerne auch auf individuelle Anliegen ein. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Topsoft Besuchern ein nachhaltiges, wertvolles Messeerlebnis zu bieten.

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