Bundesanwalt erhebt Anklage in IT-Skandal
Ein IT-Bestechungsskandal beim Bundesamt für Umwelt wird juristisch aufgerollt. Der Bundesanwalt hat Anklage gegen sechs Personen erhoben. Das Verfahren geht auf einen Vorfall aus dem Jahr 2010 zurück.
Im Oktober 2010 ist ein Bestechungsskandal beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) publik geworden. Der Informatikleiter der Behörde soll einer IT-Firma Aufträge zugeschanzt haben. Dazu habe er Grossaufträge in mehrere kleinere Aufträge aufgeteilt. Für diese galten dann weniger strenge Auftragsregeln. Im Gegenzug habe der IT-Leiter Bestechungsgelder erhalten. Nachdem die BZ diesen Vorfall enthüllt hatte, wurde der Informatikleiter entlassen. Beim Bund soll ein Schaden in der Höhe von zwei Millionen Franken entstanden sein.
Die Vorfälle liegen mehr als fünf Jahre zurück. Nun werden sie juristisch aufgearbeitet, wie der Tagesanzeiger berichtet. Der Bundesanwalt hat Anklage gegen sechs Personen erhoben. Darunter gegen den ehemaligen IT-Leiter, der sich wegen ungetreuer Amtsführung und Bestechlichkeit verantworten muss. Zudem wurde ein externer IT-Projektleiter der gleichen Vergehen beschuldigt. Die anderen vier Angeklagten müssen sich wegen Beihilfe verantworten.
Ein erstes Urteil in dem Fall ist bereits gefallen. Ein Geschäftsführer der betreffenden Firma wurde der Bestechung eines Projektleiters im Bafu für schuldig befunden. Er erhielt eine Geldstrafe in der Höhe von 21'600 Franken.
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