Dell fehlt Geld, viel Geld
Dell hat offenbar Mühe, das Geld für die Übernahme von EMC zusammenzubekommen. Der erste Kredit in Höhe von 10 Milliarden Dollar hätte am Mittwoch verfügbar sein sollen. War er aber nicht.
Dell braucht 45 Milliarden US-Dollar. Für einen der grössten Tech-Deals der Geschichte. Das ist seit Oktober 2015 bekannt. Für insgesamt 67 Milliarden Dollar will Dell den Storage-Spezialisten EMC übernehmen.
Diesen Mittwoch hätte Dell nun einen ersten Kredit in Höhe von 10 Milliarden Dollar erhalten sollen. Laut einem Bericht der New York Post ist dies aber nicht passiert. Die zuständige Gruppe von Banken, angeführt von JP Morgan, habe Mühe, das Geld aufzutreiben. Die New York Post bezieht sich dabei auf "Quellen". Wer diese Quellen sind, ist nicht bekannt.
Der Kredit verzögere sich nun wohl um zehn Tage. Dell hat aber noch andere Sorgen. Seit November ist klar, dass sich der Computerhersteller von einigen seiner Tochterunternehmen trennen will, um Geld für die Übernahme von EMC zu sammeln. Darunter ist Perot Systems.
Wenn der Deal platzt, wird es teuer für Dell
5 Milliarden Dollar verlangt Dell für Perot Systems. Interessenten gab es eigentlich schon. Allen voran der französische Technologiekonzern Atos. Der sprang nun offenbar ab. Noch im Rennen seien Tata und NTT Data. Laut Quelle der New York Post hofft Dell darauf, Perot in den nächsten Wochen verkaufen zu können.
Wenn Dell das Geld nicht aufbringen kann und der Deal mit EMC platzt, wird es trotzdem sehr teuer für den Konzern. Dell müsste EMC dann 4 Milliarden Dollar als Kompensation zahlen.
Gegenüber der New York Post kommentierte Dell die Probleme folgendermassen: "Die EMC-Transaktion verläuft nach Plan."
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