US-Bundesstaaten planen Baustopp von KI-Rechenzentren
Rechenzentren verbrauchen viel Strom- und Wasser. Deshalb arbeitet New York an einem Gesetzentwurf, um den Bau von neuen Rechenzentren für drei Jahre zu pausieren. Ähnliche Massnahmen prüfen aktuell 6 US-Bundesstaaten.
New York will einen dreijährigen Baustopp neuer Rechenzentren. Der US-Bundesstaat verfügt bereits über 130 Rechenzentren, wobei noch weitere Grossprojekte in Planung sind, wie "T3N" unter Berufung auf "Wired" berichtet.
Grund für die Arbeiten am Baustopp seien der steigende Energiebedarf und der hohe Wasserverbrauch zur Kühlung der Anlagen. In einer Studie von 2025 zeigt die Internationale Energieagentur, dass der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren von 415 Terawattstunden bis 2030 auf 945 Terawattstunden steigen könnte. Bis 2027 könnten KI-Tools wiederum von 1,1 bis zu 6,6 Milliarden Kubikmeter Wasser verbrauchen, wie ein Bericht der britischen Government Digital Sustainability Alliance unterstreicht.
Insgesamt arbeiten schon sechs US-amerikanische Bundesstaaten an Gesetzentwürfen zur Eindämmung neuer Rechenzentren, nämlich New York, Georgia, Maryland, Oklahoma, Vermont und Virginia. Unterstützt werden die Vorhaben von beiden politischen Seiten, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Vermonts Senator Bernie Sanders forderte laut "T3N" bereits im Dezember 2025 als erster nationaler Politiker ein landesweites Moratorium für neue Rechenzentren. Davor unterzeichneten 200 Umweltorganisationen einen Brief an den Kongress. Laut den Organisationen ist der Ausbau von Rechenzentren "eine der grössten ökologischen und sozialen Bedrohungen unserer Generation". Auch Ron DeSantis, Gouverneur von Florida, zitiert das Onlinemagazin: "Ich glaube nicht, dass es sehr viele Menschen gibt, die höhere Stromrechnungen in Kauf nehmen wollen, nur damit ein Chatbot einen 13-jährigen Jugendlichen online manipulieren kann."
Übrigens: Eine Umfrage von Algorithmwatch in der Schweiz zeigt, dass der Bau von Rechenzentren hierzulande auch auf Besorgnis stösst. Lesen Sie hier mehr dazu.
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