Mit Big Data gegen Grippe
Ein internationales Forscherteam hat mit der Hilfe von Big Data neue Behandlungsansätze gegen Grippe entwickelt. Aus grossen Datensätzen filterten sie bisher unbekannte Wirtsproteine. Auch die Schweiz war mit an Bord.
Immer mehr Influenzaviren sind gegen bestehende Grippemittel resistent. Um neue Medikamente zu entwickeln, schlossen sich Forscher der Universität Zürich mit Kollegen aus den USA und Deutschland zusammen. Gemeinsam werteten sie Datensätze von Wirtsmolekülen bei Influenza-A-Viren aus. Unter Verwendung von Big-Data-Technologien konnten sie aus den grossen Datenmengen 20 bisher unbekannte Wirtsmoleküle identifizieren, welche die Viren bei der Vermehrung in der Lunge unterstützten. Ein Beispiel ist das Protein "UBR4". Mit einem Medikament griffen die Forscher dieses direkt an. Versuche an Mäusen zeigten, dass die Vermehrung der Viren deutlich gehemmt werden konnte und die Krankheit dadurch milder verlief.
Für die weitere Forschung entwickelten die Wissenschaftler ein Webportal zur Influenza-Wirt-Interaktion. Dieses ermögliche individuelle Anfragen und biete "Analysetools zum Auffinden von Wirtsproteinen". Die so bereitgestellten Daten sollen zur Entwicklung von "Influenza-Medikamenten der nächsten Generation beitragen".
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