Moto Z

Lenovo-Smartphones lassen sich durch Module ergänzen

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Smartphone mit Projektor- oder doch lieber mit Kameraaufsatz? Lenovo hat seine Moto-Z-Smartphones mit modularem Konzept vorgestellt.

Die Lenovo Mobile Business Group hat gestern in einem Zürcher Restaurant Smartphones der Z-Reihe vorgestellt: die beiden Modelle Moto Z und Moto Z Play.

Die zwei Handys sind bereits seit Juli in den USA verfügbar, seit September in Europa und nun auch in der Schweiz. Das besondere an den Geräten ist das Modularkonzept. Auf der Rückseite der Smartphones lassen sich mittels Magnetverbindung Module anbringen.

Automatisch verbunden

Die Module sind Backcover aus Holz, Leder oder anderen Materialien. Einige von ihnen bieten zudem eine Zusatzfunktion. In Zusammenarbeit mit JBL bietet Lenovo etwa eine Speaker Mod, ein kleiner Lautsprecher. Er verbindet sich automatisch via Bluetooth mit dem Handy, sobald das Modul an der Rückseite des Geräts angebracht ist.

Die automatische Verbindung gilt für alle Mods, von denen es derzeit erst eine kleine Auswahl gibt. Lenovo bietet etwa Module mit Extra-Akku, eine Kamera Mod, die in Zusammenarbeit mit Hasselblad entstand, und einen Projektor Mod. Dabei projiziert ein kleiner Beamer das Handybild auf bis zu 70 Zentimeter Diagonale an die Wand. Mit 200 Lumen sollte der Raum aber abgedunkelt sein.

Lenovo wolle die Plattform offenhalten, sagt Martin Zühlsdorf, Portfolio Lead für die EMEA Central Region. So sollen auch andere Hersteller Mods entwickeln. Ausser Hasselblad arbeite Lenovo etwa auch mit Nikon zusammen. Die Möglichkeiten für eine Smartphone-Mod scheinen vielfältig. Unternehmen könnten auch eigene Enterprise Mods entwickeln, etwa Kassensysteme. Das lohne sich schon ab 3000 bis 5000 Exemplaren. Für die beste Idee einer Mod ruft Lenovo übrigens eine Million US-Dollar Gewinnprämie aus.

Das dünnste QHD-Handy

Das Moto Z Letzteres ist laut Lenovo mit 5,2 Millimetern das dünnste Handy mit QHD-Auflösung auf dem Markt. Das 5,5-Zoll-Handy läuft mit Android 6.0 Marshmallow und arbeitet mit einem 1,8-GHz-Snapdragon-Prozessor mit Quad-Core-CPU. Der RAM beträgt 4 GB. Die Rückkamera bietet 13 MP, optischen Bildstabilisator und Laser-Autofokus.

Das Moto Z Play ist der günstigere Bruder des Flaggschiffs Moto Z. Es ist etwas abgespeckt in den Funktionen und auch etwas dicker als das Moto Z. Die UVPs belaufen sich laut Hersteller auf rund 700 respektive rund 450 Franken. Die Preise für die Module reichen bis zu rund 350 Franken für das Projektormodul.

Die beiden Smartphones bilden die erste von drei Generationen der Lenovo-Handys mit Back-Modulen. Lenovo verspricht, dass die Moto-Z-Smartphones bis 2018 rück- und vorwärtskompatibel mit allen Modulen sind.

"Bei den grossen Schweizer Distributoren erhältlich"

Die Lenovo Mobile Business Group will Gas geben im Smartphone-Markt. Die Übernahme von Motorola vor zwei Jahren bringt das chinesische Unternehmen in eine gute Stellung. Im US-Markt ist Motorola eine beliebte Marke. Laut DACH-Marketing-Direktor Chong-Wong Lim ist das Mate Z bereits eine Million Mal verkauft worden.

Mit einer Repositionierung mit bunteren Designs will Lenovo die Marketingaktivitäten verstärken. Bis 2019 wolle Lenovo die Nummer drei im weltweiten Smartphone-Markt sein, sagte Lim. In der DACH-Region ist das Lenovo-Mobile-Team neu aufgestellt. So will Managing Director Switzerland Patrick Roettger die Reichweite ausbauen. Bei den Telkos ist Lenovo noch nicht vertreten. Fachhändler könnten Lenovos Smartphone-Neuheiten aber bei den grossen Schweizer Distributoren bestellen, wie Roettger sagte.

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