140 Teilnehmende

Finanzbranche übt Reaktion auf systemischen Cyberangriff

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von René Jaun und jor

Ein systemischer Cyberangriff hat das Potenzial, den Finanzplatz als Ganzes zu beeinträchtigen. Wie Finanzinstitute mit einer derartigen Bedrohung umgehen können, trainierten sie im Rahmen einer Übung des Vereins FS-CSC.

(Source: Slowlifetrader / stock.adobe.com)
(Source: Slowlifetrader / stock.adobe.com)

Ein Datenleck, Echtzeit-Phishing, betrügerische Bankgeschäfte, Erpressung und der Ausfall von IT-Infrastruktur bildeten die Zutaten der jüngsten Cyberübung des Vereins Swiss Financial Sector Cyber Security Centre (Swiss FS-CSC). Die Organisation führte die Übung in Zürich durch und zählte 140 Teilnehmende aus der Finanzbranche. Diesmal handelte es sich um eine strategische Übung für Führungsriegen. Dazu gehören Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats, Leiterinnen und Leiter von Krisenorganisationen sowie Fachpersonen aus Risikomanagement, Resilienz und Krisenmanagement, wie der Verein mitteilt.

Die Teilnehmenden probten demnach einen sogenannten systemischen Cyberangriff. Ein solcher betreffe nicht nur einzelne Finanzinstitute, sondern habe das Potenzial, den Finanzplatz als Ganzes zu beeinträchtigen und damit der Volkswirtschaft zu schaden, schreibt das FS-CSC. Mit dem Training konnten die Teilnehmenden im Austausch mit anderen Instituten die Abläufe, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungen in einer Krise realitätsnah durchspielen.

Der Verein FS-CSC, der übrigens eng mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) zusammenarbeitet, führt regelmässig derartige Übungen für verschiedene Zielgruppen durch. Im November stand eine operative Übung auf dem Programm, die sich etwa an CISOs richtete. Während die meisten Trainings bisher in der Deutschschweiz über die Bühne gingen, organisierte das FS-CSC im November 2025 erstmals auch eine Übung in der Westschweiz.

 

Übrigens warnte die Finanzmarktaufsicht unlängst vor wachsenden Cyber-Herausforderungen für die Finanzbranche. Technologische Vernetzung und externe Abhängigkeiten erhöhen demnach die Risiken. Entscheidend sei ein integrierter Ansatz für Schutz, Erkennung, Reaktions- und Widerstandsfähigkeit, wie Sie hier lesen können.

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