Weko: "Digitalisierung ist in erster Linie eine Chance"
Die Digitalisierung bringe viele neue Chancen für Schweizer Unternehmen, schreibt die Wettbewerbskommission in ihrem Jahresbericht. Es gebe aber auch die Gefahr neuer Preisabsprachen.
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat vor einer Überregulierung des digitalen Wandels gewarnt. Eine stärkere Regulierung könnte die Innovationskraft von Internetfirmen schwächen. Die Digitalisierung sei in erster Linie eine Chance. Sie schaffe einen einfacheren Zutritt zum Markt und ermögliche neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen, schreibt die Weko in ihrem Jahresbericht.
Finanz und Wirtschaft schreibt unter Berufung auf AWP und SDA, dass die Weko Geschäftsmodelle wie Uber, Airbnb und Crowdfunding begrüsse. Die Kommission nannte ein Beispiel für eine unnötige Regulierung: Es sei fraglich, von Taxifahrern Ortskenntnisse zu verlangen - schliesslich gebe es ja Navigationssysteme.
"Die Wettbewerbsbehörden warnen dann, wenn sie Gefahren für den Wettbewerb sehen und greifen dort ein, wo der Wettbewerb beeinträchtigt wird", schreibt die Weko. Denn die Digitalisierung bringe auch Risiken mit sich. Ihre Beurteilung sei komplex, sagte Weko-Direktor Rafael Corazza laut Finanz und Wirtschaft an der Jahresmedienkonferenz. Neue Absprachen könnten Marktteilnehmer behindern. Zu beobachten sei etwa die Verwendung von Algorithmen in der Preissetzung.
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