Jahresbericht 2017

Innosuisse steckt fast 60 Millionen Franken in ICT-Projekte

Uhr | Aktualisiert

Innosuisse hat ihren Jahresbericht vorgelegt. 26 Millionen Franken flossen dabei direkt in ICT-Projekte. Bei einem genaueren Blick, sind es jedoch deutlich mehr.

(Source: Yü Lan / Fotolia.com)
(Source: Yü Lan / Fotolia.com)

Innosuisse, die ehemalige Kommission für Innovation und Technologie (KTI), hat ihren Jahresbericht 2017 vorgelegt. Darin legt die Förderinstitution Rechenschaft ab und schlüsselt alle Ausgaben penibel aus. Insgesamt vergab Innosuisse 203.2 Millionen Franken an Fördergeldern, dies sind 23 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Wert liegt in etwa auf dem Stand von 2015, wie dem Bericht zu entnehmen ist.

Insgesamt gingen im zurückliegenden Jahr 823 Gesuche zur Förderung von Forschung und Entwicklung ein. Dies sind deutlich weniger als in den Vorjahren. 2016 verbuchte die KTI 1021 Gesuche und 2015 sogar 1243. 414 Einreichungen wurden bewilligt, was einer Quote von rund 50 Prozent entspricht. Die Zahl der Fördergesuche für Innovationschecks lag bei 270, wovon 181 genehmigt wurden.

Die meisten Fördergesuche für Forschung und Entwicklung, 252 an der Zahl, entfielen auf den Bereich Enabling Sciences, worunter auch die ICT fällt. 107 Projekte wurden genehmigt. Bei den ICT-Projekten gingen 164 Gesuche ein, 77 bewilligte Innosuisse. Insgesamt summiert sich der Förderbetrag für ICT-Projekte auf 58.8 Millionen Franken, heisst es im Bericht.

Mit einem Anteil von 54 Prozent machten Hochschulen die Mehrheit der bewilligten Projekte für Forschung und Entwicklung aus. Die meisten erfolgreichen Projekte verbuchten folgende Hochschulen:

  • FH Zürich 54

  • ETH Zürich 41

  • FH Ostschweiz 38

  • FH Nordwestschweiz 33

  • EPFL 33

  • Hochschule Luzern 30

Weiterhin waren vor allem Einrichtungen in Zürich erfolgreich. 100 Projekte waren dort angesiedelt Mit deutlichem Abstand folgen die Kantone Waadt (39), Bern (36) und St. Gallen (29). Bei den geförderten Firmen waren 75 Prozent KMUs und 25 Prozent Grossunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten.

ICT-Projekte machten einen vergleichsweise grossen Anteil der Förderung aus. Bei einem genaueren Blick sind es sogar noch mehr. Fast alle im Bericht vorgestellten Projekte haben einen ICT-Bezug. Beispiele sind eine Mobilitäts-App der Tessiner Fachhochschule SUPSI und die Stadt Bellinzona oder ein Simulator für medizinische Eingriffe von Virtamed. Daher spricht Innosuisse im Bericht auch von der "Digitalisierung als Megatrend".

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