Änderungen in der Innovationsförderung des Bundes

Innosuisse löst KTI ab

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Die Innosuisse hat als Innovationsförderagentur des Bundes die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) per 1. Januar 2018 abgelöst. Dies führt zu kleineren Änderungen in der staatlichen Innovationsförderung. Der Innosuisse steht auch etwas mehr Geld zur Förderung wissenschaftsbasierter Projekte und Start-ups zur Verfügung als bisher.

(Source: Geralt / Pixabay.com)
(Source: Geralt / Pixabay.com)

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes hat sich per Anfang Jahr in die öffentlich-rechtliche Innosuisse umgewandelt, wie der Startupticker schreibt. Das grundsätzliche Ziel der Organisation, wissenschaftsbasierte Innovation zu fördern, bleibt erhalten. Die neue Förderagentur für wirtschaftliche Innovation des Bundes hat aber an Förderinstrumenten und Schwerpunkten einige Änderungen vorgenommen.

Finanzielle und fachliche Unterstützung

Die Innosuisse unterstützt wie bisher die KTI Start-ups mit Coachings, Kursen und Trainingsmodulen. Neu können die Start-ups selber ihren Coach aus einem Pool auswählen, statt dass ihnen dieser zugewiesen wird. Die Aufteilung in vier einzeln wählbare Aus- und Weiterbildungsmodule bleibt gleich. Neu werden die Module 3 und 4 aber spezifisch für die vier Branchencluster ICT, Biotech/Medtech, Advanced Engineering und Social Entrepreneurship angeboten.

Innosuisse arbeitet zudem eng mit Swissnex und den Science und Technology Counselors der Schweizer Botschaften zusammen, damit Start-ups ihr Produkt oder Geschäftsmodell auch im Ausland in Market Entry Camps testen können.
Direkt finanziell unterstützt die Innosuisse vor allem Innovationsprojekte. Dieses Förderinstrument läuft gleich weiter wie bei der KTI: Partner aus Wirtschaft und Forschung setzen gemeinsam ein klar definiertes Innovationsvorhaben um. Innosuisse übernimmt die Hälfte der Projektkosten und bezahlt damit die Löhne der Forschenden, die im Projekt engagiert sind. Die Unternehmen steuern ihrerseits 50 Prozent an die Kosten bei. Innovationsmentorinnen und -mentoren von Innosuisse helfen dabei, den richtigen Forschungspartner zu finden und das Fördergesuch aufzusetzen.

Vier Organisationseinheiten

Die Innosuisse wird wie vorher die KTI operativ von der Geschäftsstelle unter der Leitung von Annalise Eggimann geführt. Das Organ an der strategischen Spitze der neuen Organisation ist der Verwaltungsrat mit sieben Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, die das Innosuisse abgestimmt auf die Ziele des Bundesrats steuern sollen. Über die Fördergesuche entscheidet das fachliche Organ des Innovationsrats. Er besteht aus 21 Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft mit Leistungsausweis in der Innovation, fünf der Mitglieder stammen aus der bisherigen KTI. Der Innovationsrat wird von Experten in Begutachtung von Gesuchen und Begleitung von Projekten unterstützt.

Bund investiert mehr Geld in die Innovationsförderung

Innosuisse steht ausserdem mehr Geld zur Verfügung: von 2017 bis und mit 2020 kann sie eine knappe Milliarde Franken an Fördermitteln vergeben, genauer sind es im Schnitt rund 238 Millionen pro Jahr. 2016 waren es bei der KTI 226 Millionen gewesen, wovon 200 Start-ups und 539 Forschungs- und Entwicklungsprojekte profitiert hatten.
Innosuisse ist neu auf Linkedin und Twitter aktiv.

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