Nationalbibliothek frischt Plattform für alte Zeitungen auf
Die Schweizerische Nationalbibliothek hat das Portal für historische Zeitungen überarbeitet. Nicht nur der Bestand wurde ausgeweitet. Registrierte Nutzer können neu Korrekturen vornehmen, wenn die Texterkennung nicht korrekt war.
Zum Auftrag der Schweizer Nationalbibliothek gehört es, alle Zeitschriften aus und über die Schweiz zu sammeln. Um diese Schätze einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden die Bestände Stück für Stück digitalisiert. Auf der Seite e-newspaperarchives.ch sind aktuell 87 Titel zugänglich, im Verleich zu 50 bisher. Die Zeitungen erschienen vom 18. Jahrhundert bis heute. Dies ist ein Schatz von 3,5 Millionen Zeitungsseiten. Weitere Zeitungen sollen demnächst folgen.
Das Portal, auf dem die Zeitungen zugänglich sind, überarbeitete die Nationalbibliothek deutlich. Neu können die Zeitungen auf einer interaktiven Karte nach Regionen angezeigt, oder nach Themen wie "Gewerkschaftszeitungen" gefiltert werden. Über die Funktion "Blättern nach Datum" können mehrere am gleichen Tag erschienene Zeitungen verglichen werden.
Zusätzlich dazu wurden auch noch partizipative Elemente eingebaut. Registrierte Nutzer können etwa Korrekturen vornehmen, wenn die Texterkennung nicht korrekt war. In einem kurzen Test zeigte sich, dass gerade die Texterkennung bei altdeutschen Frakturschriften nicht sonderlich gut war. Bei der Korrektur kann der Nutzer auf der Linken Seite den Text anpassen und auf der Rechten Seite des Fensters kann er das gescannte Original sehen.

So sieht der Korrekturmodus aus. (Source: Screenshot www.e-newspaperarchives.ch)
Ein anderes neues Feature ist laut Mitteilung, dass Nutzer Artikel nach Thematik markieren können. Dies soll anderen Forschern bei der Recherche helfen. Auf diesem Wege könne jedermann zur Verbesserung der Plattform beitragen, heisst es weiter. Für die Verbesserung des Portals arbeitet die Nationalbibliothek mit Schweizer Zeitungsherausgeber und Kantonsbibliotheken zusammen.
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