Klimawandel führt zu mehr Netzausfällen
Der Klimawandel verursacht mehr Netzausfälle in Europa. Telkos und Internet-Provider hadern vor allem deswegen mit naturbedingten Netzstörungen, weil sie die längsten Ausfallzeiten nach sich ziehen.
Europäische Mobilfunk- und Internet-Provider haben im vergangenen Jahr 169 grössere Netzausfälle gemeldet, wie aus dem Jahresbericht der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA hervorgeht. Über die Hälfte dieser Ausfälle habe die Mobiltelefonie beeinträchtigt.
62 Prozent dieser Netzausfälle traten aufgrund von Systemfehlern auf, heisst es im Jahresbericht. Erstaunlicher ist aber der Anteil der Ausfälle, der auf Naturphänomene zurückging: 18 Prozent der Netzausfälle erklärten sich durch Ereignisse wie starke Schneefälle, Stürme und Waldbrände. Dieser Anteil sei markant angestiegen, schreiben die Autoren des Berichts. Zwischen 2014 und 2016 lag dieser Anteil bei etwa 5 Prozent.
Netzausfälle aufgrund von Naturereignissen hätten die längsten Ausfallzeiten verursacht: Pro Ausfall rechnet die ENISA mit durchschnittlich 56800 verlorenen Nutzungsstunden.
Europäische Telkos und Internet-Provider werden laut ENISA weiterhin am meisten mit Netzausfällen hadern, die auf Naturereignisse zurückgehen. Deswegen, weil extreme Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels häufiger auftreten würden.
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