Uber Eats schlägt Unia auf den Magen
Uber hat geplant, seinen Essenslieferdienst Uber Eats in Genf einzuführen. Die Unia war davon alles andere als begeistert. Sie wirft Uber Ausbeutung vor und fordert die Behörden zum Handeln auf.
Das US-amerikanische Unternehmen Uber will den Essenslieferdienst Uber Eats in Genf lancieren. Doch die geplante Einführung stösst bei der Unia auf heftige Kritik. In einer Mitteilung wirft die Gewerkschaft Uber Ausbeutung vor.
Uber Eats beruhe, wie bereits Ubers Fahrdienst, darauf, dass Uber-Kurriere ohne Unfallversicherung auf die Strasse geschickt würden, ihnen Sozialversicherungsleistungen vorenthalten würden und sie zu Dumping-Löhnen arbeiten müssten, schreibt die Unia. Uber konterte laut "Handelszeitung" mit folgender Antwort: "Uber bietet Kurieren kein Anstellungsverhältnis an." Der GAV für Warenlieferungen gelte daher nicht.
Unia will eine nationale Taskforce
Uber Eats lege keine Mindeststunden oder Schichten fest. Kuriere könnten daher nach ihrem eigenen Zeitplan arbeiten und ihr eigener Chef sein. Weiter sei das Ausliefern für Uber Eats für die meisten Kuriere eine flexible, zusätzliche Einkommensmöglichkeit.
Die Unia hat beim Genfer Departement für Arbeit und Gesundheit (DES) interveniert. Die Gewerkschaft fordert: "Der Kanton muss Uber Eats von Beginn weg einen Riegel vorschieben, solange die geltenden Gesetze nicht eingehalten werden." Zusätzlich teilt die Unia mit, dass die Schweiz eine nationale Taskforce benötige, die dem Lohn-Dumping durch entsprechende Plattformen ein Ende setze.
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