#TheNextBigThing

Radikale Zukunftsexperimente

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von Autoren: Lukas Hess, Ozan Polat, Dezentrum

"Die Zukunft können wir nicht voraussagen, aber wir können sie testen"

Lukas Hess und Ozan Polat vom Dezentrum mit einem ihrer Zukunftsexperimente.
Lukas Hess und Ozan Polat vom Dezentrum mit einem ihrer Zukunftsexperimente.

Was passiert, wenn Technologie sich selbst verwalten und besitzen kann? Ist das die Turbo-Automatisierung, die ganze Organisationen obsolet macht? 
Das Dezentrum gestaltet radikale Zukunftsexperimente und stellt sich den drängenden Fragen rund um die digitale Zukunft. Dazu arbeitet der Think Tank eng mit Partnern und Auftraggebern zusammen, um in seinen Kerngebieten – dezentrale Technologien, digitale Produktentwicklung und agile Organisationsformen – praxisnahe und gesellschaftsrelevante Themen zu ergründen. Abstrakte und komplexe Zukunftsfragen werden in praktische Experimente und konkrete Anwendungsbereiche übersetzt, um anhand von Prototypen schnell neue Erkenntnisse aus Markt und Gesellschaft gewinnen zu können.

Dabei beschäftigt sich das Dezentrum mit Fragen wie: 

  • Welchen Einfluss haben neue Technologien auf unsere Organisationsformen? 
  • Was bedeutet die Autonomie von Algorithmen in der Geschäftswelt und im Alltag?  
  • Wie können Daten und Infrastruktur in Zukunft sinnvoll genutzt werden?

In einem solchen Zukunftsexperiment arbeitet das Dezentrum beispielsweise gemeinsam mit der Zürcher Hochschule der Künste und der Stiftung Mercator daran, ein Haus von Stararchitekt Jean Nouvel aufzustellen und mittels des Einsatzes von Smart Contracts auf einer Blockchain sich selbst zu übergeben. Anstelle einer natürlichen oder juristischen Person besitzt nun ein Stück Code auf der Blockchain das Haus und ermöglicht eine partizipative Organisation des Inhalts. Durch die autonome Verwaltung ruft das Haus etwa bei einem zerschlagenen Fenster selbstständig den Handwerksbetrieb, der direkt vom Haus selbst bezahlt wird. 
Es geht in diesem Beispiel nicht nur darum ein komplett selbstverwaltetes Haus zu entwickeln, sondern gezielt auch darum, einen Diskurs anzustossen und mittels konkreter Beispiele an Zukunftsszenarien zu experimentieren. Dabei werden neue Fragen aufkommen, Versuche scheitern und neu aufgesetzt werden. Das alles gehört zum Prozess. Durch den transdisziplinären und iterativen Charakter dieser Arbeit können nachhaltig relevante Fragestellungen entwickelt und ergründet werden.

Was bedeuten diese Zukunftsszenarien für Unternehmen, Organisationen oder Staaten?

Obschon die Fragen dabei sehr vielschichtig sind, beruht die Arbeit auf einer konstanten Methodologie: In einem iterativen Prozess entwickelt der Think Tank Hypothesen, prototypisiert diese und liefert auf Basis dieser Erfahrungen profunde Einschätzungen zu technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den untersuchten Bereichen und Industrien. 
Das Dezentrum befindet sich im Trust Square, dem Blockchain Hub an der Zürcher Bahnhofstrasse, den es mitgegründet hat. Die Nähe zu diesem Ökosystem, den Universitäten und verschiedenen internationalen Akteuren in diesem Feld sowie die vorhandene Infrastruktur bieten das richtige Umfeld, um Zukunftsexperimente zu gestalten, die radikal neu gedacht sind und trotzdem auf konkrete Anwendungen von heute übertragen werden können.

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