Podium

So findet Swiss den richtigen Webdienstleister

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Swiss gewann 2015 zusammen mit Hinderling Volkart mit dem Relaunch von Swiss.com den Titel Master of Swiss Web. Im Podium zeigt das Unternehmen, wie es bei der Suche nach einem Webdienstleister vorgeht.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie einen Dienstleister für ein Webprojekt suchen?

Stéphanie Joly: Als Swiss und im Verbund mit der Lufthansa Group suchen wir längerfristige und weniger projektbasierte Partnerschaften. Für die Suche nach einer Digitalagentur gibt es einen sehr strukturierten Prozess. Dieser beginnt bei der Aufnahme der Anforderungen an eine Agentur, gefolgt vom Screening des Marktes für eine Longlist, mit anschlies­sendem «Request for Information», bei dem gewisse Eck­daten abgefragt werden. Somit haben wir erste Indikatoren, wie gut die Agentur zu uns passt. Daraus wiederum entsteht die Shortlist. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, indem wir mit den Shortlist-Kandidaten Chemistry Meetings vereinbart haben, direkt bei der Agentur. Wie sich herausgestellt hat, sind diese sehr wertvoll und aufschlussreich. Die reduzierte Shortlist wird dann zum Pitch eingeladen.

Was sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Webdienstleisters?

Parallel mit der Erarbeitung des Anforderungskatalogs wird eine Bewertungsmatrix erstellt. Diese beinhaltet unterschiedlichste Kriterien wie zum Beispiel Abdeckung der Anforderungen, Fit zum Unternehmen, Kreativität, Chemie zwischen Agentur und Inhouse-Team, Klima innerhalb der Agentur, Branchenerfahrung. Darüber hinaus sind natürlich die kommerziellen Bedingungen relevant, aber auch die Interpretation des Briefings sowie Aufgabenerfüllung und Herangehensweise.

Wie ist die Wechselwirkung zwischen Projektspezifikation und der Evaluation des Dienstleisters?

Keine Angabe.

Wie stellen Sie sicher, dass die Evaluation erfolgreich abläuft?

Bei uns bestehen Strukturen mit mehrstufigem E­valuationsprozess. Zu Beginn wird ein Einkaufs­-
team ­gebildet, das den ganzen Prozess, von der Er­stellung des Anforderungskatalogs bis zum Pitch ­gemeinsam durchläuft. Zudem verfügen wir von Beginn an über eine klare Bewertungsmatrix mit unterschiedlichsten Kriterien, die für alle Schritte berücksichtigt werden.

Wie gehen Sie damit um, dass heute mehrere Dienstleister zusammenarbeiten?

Dies ist Teil der heutigen Realität. Unterschiedliche Dienstleister und ein agiles Set-up verteilt über mehrere Standorte sind Herausforderungen, denen wir heute begegnen. Wichtig ist dabei für uns, so früh wie möglich alle Parteien an einen Tisch zu bringen und eine kontinuierliche Kommunikation zwischen allen aufrechtzuerhalten. Dabei machen wir gute ­Erfahrungen mit gemeinsam genutzten Kollaborationstools und regelmässigen Abstimmungsterminen. Ebenfalls bedarf dies einer übergeordneten Koordination und Steuerung der Agenturen und Dienstleister.

Webcode
DPF8_144495

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