Enttäuschender Ausblick

Cisco ächzt unter Handelsstreit

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Cisco gibt einen trüben Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der US-amerikanische Netzwerkausrüster bekommt den Handelsstreit zu spüren und hält sich mit Investitionen zurück. Anleger und Analysten sind enttäuscht, obwohl das Unternehmen seinen Umsatz steigerte und Gewinn verbuchte.

(Source: Onypix / Fotolia.com)
(Source: Onypix / Fotolia.com)

Cisco blickt düster auf das laufende Geschäftsjahr. Der US-amerikanische Netzwerkausrüster sieht sich gezwungen, seine Investitionen vorerst zurückzustecken. Dies, weil der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die sich abschwächende Konjunktur dem Unternehmen zu schaffen machen, wie "Heise" berichtet.

Mit dem Ausblick enttäuscht Cisco die Erwartungen der Analysten: Für das erste Quartal des angelaufenen Geschäftsjahr 2020 rechnet Cisco mit einem Umsatzwachstum von null bis zwei Prozent. Analysten hatten dem Bericht zufolge einen Zuwachs von 2,56 Prozent erwartet. Auch bei den Anlegern sei der pessimistische Ausblick schlecht angekommen. Ciscos Aktienkurs sackte in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Geschäft um über sieben Prozent ab.

Bis hierher lief's noch ganz gut

Bis zuletzt lief das Geschäft allerdings gut: Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 steigerte Cisco seinen Umsatz im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar. Die Kennzahlen entsprachen in etwa den Analystenerwartungen, wie Heise weiter schreibt. Im ganzen Geschäftsjahr 2019 machte Cisco 51,7 Milliarden Dollar Umsatz. Das sei ein Wachstum von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Den Löwenanteil setzt das Unternehmen nach wie vor im Bereich Infrastruktur um: 7,8 Milliarden Dollar erwirtschaftete Cisco in diesem Geschäftsfeld. Dies sind 6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Am schnellsten wächst derzeit Ciscos Geschäft mit Security-Angeboten. Hier steigerte das Unternehmen seinen Erlös um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 714 Millionen Dollar setzte Cisco mit Security-Produkten und entsprechenden Services um.

Der Gewinn fiel unter dem Strich jedoch um 42 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Cisco begründet den Gewinnrückgang mit Sondereffekten wie etwa dem Verkauf der Sparte Service Provider Video Software Solutions. Ohne die Sondereffekte stieg der Gewinn um 9 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar.

In den vergangenen Jahren hat Cisco sein hardwarelastiges Geschäft mit Software und Services im Abomodell ergänzt. An seiner Hausmesse in San Diego zeigte das Unternehmen denn auch vor allem Software, KI, Machine Learning und eine neue Entwicklerplattform. Lesen Sie hier den Event-Bericht zur Cisco Live 2019.

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