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Herbstzeit – die Planspiele 2020 beginnen

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Für die meisten Unternehmen beginnen im Herbst die Budget- und Planspiele für das jeweils kommende Jahr. Die Aussichten am Schweizer ICT-Markt bleiben dabei positiv. 40 Prozent der befragten Unternehmen planen für 2020 mit höheren ICT-Ausgaben.

Für die meisten Unternehmen beginnen im Herbst die Budget- und Planspiele für das kommende Jahr. Auch wenn Fünfjahrespläne in vielen Unternehmen längst der Vergangenheit angehören (es ist heute schon komplex genug, auf fünf Monate verlässlich zu planen), so gehören die Forecast-Arbeiten für ein neues Jahr zum festen Fundus an Planspielen der unterschiedlichsten Fachbereiche im Unternehmen. Meist werden die Ziele, die nach langen und zähen internen Korrekturläufen zwischen Management und Fachbereichen vereinbart wurden, schon nach kurzer Zeit von der Realität überholt. Märkte verändern sich heute nicht mehr in Jahren, sondern oft in Monaten. Kundenverhalten und Absatzmärkte befinden sich in einem raschen und komplexen Wandel. Etwas mehr Start-up-Denken, etwas mehr Zeit an der Kundenfront und weniger Aufwand am Budget-Reissbrett wäre für so manches Unternehmen empfehlenswert. Reaktionszeit und Agilität sind die Erfolgsfaktoren der digitalen Ära, ein mehr iterativer Ansatz mit Blick auf die Planspiele wäre angesagt.

Das ist aber nicht der Kern und das eigentliche Thema unseres Herbst-Updates. Auf der Basis unserer aktuellen Felderhebungen zu unterschiedlichsten Technologiethemen haben wir auch nach der derzeitigen Situation mit Blick auf die ICT-Ausgabenpläne gefragt. So rechnen rund 40 Prozent der Unternehmen für 2020 mit höheren Ausgaben im Vergleich zum laufenden Jahr, während 44 Prozent aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und Aussichten kaum mit Veränderungen der Budgets rechnen. Es sind derzeit lediglich 16 Prozent der Unternehmen, die mit einer Senkung der Ausgaben rechnen.

Es geht aufwärts

Die Zeichen stehen generell auf Wachstum. So haben wir aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der ersten Jahreshälfte auch unsere Prognose für das laufende Jahr von 3,1 Prozent auf 3,5 Prozent angehoben. Damit erreicht der Markt (B2B) ein Volumen von 18,74 Milliarden Franken, 633 Millionen Franken mehr als noch 2018. Ein Hauptpfeiler und zentraler Antriebsfaktor dieser weiterhin positiven Entwicklung der Ausgaben im Schweizer ICT-Markt ist der Paradigmenwechsel im Betrieb. Ohne die externen Services zu berücksichtigen, schrumpft der ICT-Markt um rund 12 Prozent. Die externen Sourcingservices alleine generieren 15 Prozent Wachstum. Und diese Schere wird sich in den kommenden Jahren weiter öffnen.

Für 2020 gehen wir von einer weiteren Steigerung des Wachstums aus, aktuell rechnen wir mit einem Plus von 3,9 Prozent. Obwohl sich der Konjunkturverlauf im Euroraum sowie in wichtigen asiatischen Volkswirtschaften derzeit eher abkühlt und die Schweizer Konjunktur wieder etwas an Rückenwind verliert, wird weiter kräftig in neue Technologien investiert. Angetrieben wird das Wachstum im laufenden und kommenden Jahr nicht nur durch den Big Shift im ICT-Betrieb, sondern auch durch die stark steigende Zahl der Projekte und Investitionen im Bereich der digitalen Transformation. Dazu zählen wachsende Ausgaben in den Bereichen Analytics, künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Mobility, IoT und das alles umfassende Thema der Sicherheit.

Die Aussichten am Schweizer ICT-Markt bleiben positiv. Mit einem Seitenblick auf die globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und die vielen Baustellen auf dieser Welt, jedoch ein Ausblick auf volatiler Basis.

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