Gegen Amazon, Oracle und IBM durchgesetzt

Pentagon lässt Microsoft JEDI bauen für 10 Milliarden US-Dollar

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von Coen Kaat

Microsoft hat sich gegen Amazon, Oracle und IBM durchgesetzt. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für die JEDI-Cloud-Plattform des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. Eine umstrittene Vergabe mit überraschendem Ende gemäss einigen Medien.

(Source: Jirsak / iStock.com)
(Source: Jirsak / iStock.com)

Das Department of Defense, das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (DoD), hat sich für Microsoft entschieden. Der Cloud-Auftrag hat ein Volumen von maximal 10 Milliarden US-Dollar. Dieser Höchstbetrag ist auf eine Laufzeit von 10 Jahren festgelegt, wie das DoD mitteilt.

Microsoft stelle dem DoD seit 40 Jahren Technologien zur Verfügung, zitiert CNBC.com einen Microsoft-Mediensprecher. Das Ziel der aktuellen Zusammenarbeit sei "der Einsatz der innovativsten und sichersten kommerziell erhältlichen Technologien, um die dringenden und kritischen Bedürfnisse der heutigen Streitkräfte zu erfüllen." Konkret geht es um Infrastructure- und Platform-as-a-Service-Angebote auf Enterprise-Level, wie es in der Mitteilung des DoD heisst.

Umstrittene Vergabe mit überraschenden Ende

Der Auftrag wurde als "JEDI Cloud Contract" ausgeschrieben und erweckte das Interesse von allen wichtigen Playern in der Branche. Die Abkürzung steht für Joint Enterprise Defense Infrastructure. Das DoD prüfte nach eigenen Angaben vier Angebote. Dabei handelte es sich um Amazon, Oracle, IBM und Microsoft.

Dass die Wahl schliesslich auf Microsoft fiel, sei – auch für Amazon selbst – eine Überraschung, berichtet die New York Times. Amazon sei der eigentliche Favorit gewesen. Das Unternehmen hatte zuvor bereits Cloud-Dienste für die CIA aufgebaut. Allerdings fing Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, danach an, gegen Amazon-Chef Jeff Bezos und die Washington Post, die Bezos gehört, zu wettern.

Google war von sich aus bereits zuvor ausgestiegen, wie Handelsblatt.com berichtet. Es sei nicht sicher, ob das Projekt in Einklang mit den eigenen Regeln für künstliche Intelligenz stehe.

Microsoft hat vergangene Woche eine Partnerschaft mit SAP vereinbart. Der Deal soll SAP-Kunden die Migration auf S/4 Hana erleichtern. Für den Walldorfer ERP-Hersteller bedeutet die Vereinbarung auch zusätzliches Neugeschäft, wie Sie hier nachlesen können.

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