E-Health Forum 2020

Pascal Strupler: "Wir haben die Digitalisierung stets als Mittel zum Zweck verstanden"

Uhr | Aktualisiert

Am 5. und 6. März 2020 findet das Swiss E-Health Forum in Bern statt. Das Motto lautet "Entwicklung des Gesundheitswesens durch die Digitalisierung". Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit BAG spricht darüber, was die Branche aktuell beschäftigt.

Pascal Strupler Direktor, Bundesamt für Gesundheit BAG (Source: HELENE TOBLER)
Pascal Strupler Direktor, Bundesamt für Gesundheit BAG (Source: HELENE TOBLER)

Weshalb unterstützen Sie das Swiss E-Health Forum 2020?

Das Swiss E-Health Forum ist für das BAG seit vielen Jahren eine gute Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Akteuren auszutauschen und mit einem breiteren Publikum über E-Health im Allgemeinen und das elektronische Patientendossier im Besonderen zu diskutieren. Zudem gibt uns das E-Health Barometer, das ja jährlich am E-Health Forum präsentiert wird, einen guten Einblick in die Haltungen und Meinungen der Bevölkerung und der Gesundheitsfach­personen.

Wo steht das digitale Gesundheitswesen Anfang 2020?

Die Einführung des elektronischen Patientendossiers steht kurz bevor. Auch wenn die nächsten Monate für alle Beteiligten noch einen grossen Kraftakt darstellen werden, sind wir zuversichtlich, dass im Laufe des Jahres 2020 die Schweizer Bevölkerung Zugang zum elektronischen Patientendossier erhält.

Das Motto des Forums lautet "Entwicklung des Gesundheitswesens durch die Digitalisierung". Was verstehen Sie darunter?

Wir haben die Digitalisierung stets nur als Mittel zum Zweck verstanden. Sie macht die zentralen und notwendigen Reformen des Schweizer Gesundheitssystems wie Stärkung der koordinierten Versorgung, Verbesserung der Patientensicherheit sowie der Qualität und Transparenz erst möglich. Der Bundesrat hat deshalb in seiner neuen gesundheitspolitischen Strategie Gesundheit 2030 vom Dezember 2019 einen entsprechenden Schwerpunkt gesetzt.

Was sind für Sie die wichtigsten Trends im Schweizer E-Health?

Die Verbreitung von M-Health-Anwendungen wird sicherlich weiter zunehmen, ebenso die Nachfrage nach strukturierten medizinischen Daten, die für Forschungs- oder Statistikzwecke weiterverwendet werden können.

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